Mittwoch, 23. Mai 2007

Singende Terroristen?

(Via Kinrablog) Die Panikmache in Medien, von Politikern und von Chefs diverser Sicherheitsbehörden trägt Früchte. Stern.de berichtet über einen ungesetzlichen Polizeiübergriff in Heiligendamm: "Internationale" gesungen - Festnahme.

Der 35-jährige Doktor der Agrarwissenschaften fragt die ermittelnden Polizisten, seit wann es verboten sei, in der Öffentlichkeit die Internationale zu singen. Er bekommt keine Antwort. Stattdessen werden er und eine weitere Person vorläufig festgenommen und zum zuständigen Polizeirevier nach Bad Doberan gebracht. Sicherheitshalber. (Quelle)


Ja, das steigert das Vertrauen in die Polizei, in die Behörden und den Staat enorm. Fehler machen die nicht und die Ausbildung der Polizei ist auch überall absolute Spitze. Es könnte natürlich auch sein, dass die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern neuerdings lernt, dass Singen auf offener Straße eh immer strafbar ist. Sei es aus Copyright-Gründen, wegen fehlender Abgabe an die GEMA, wegen Ruhestörung, weil die Sänger vermutlich betrunken sind oder halt einfach mal so, weil einem der Gesang nicht gefällt. Irgendein Grund wird sich schon finden lassen. Also erstmal wegsperren das Gesocks.

Wenn die Polizei so leicht Leute festnimmt, könnte man sich das durchaus zu Nutze machen. Ich hasse es nämlich auch, wenn Leute laut in der Öffentlichkeit singen. Vor allem Volkslieder. Also schön aufpassen, ihr Teilnehmer an Stadteilfesten oder Schützenfesten! Ruhe ist die verdammt erste Bürgerpflicht in Deutschland! Singen könnt ihr zu Hause im Keller!

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