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Freitag, 17. April 2009

Kein zwangsweises Google-Analytics mehr bei Blogspot.com?

Wie ich soeben zufällig feststelle, scheint Google neuerdings das Spionage-Skript "Google-Analytics" nicht mehr automatisch und zwangsweise in die Weblogs bei Blogspot.com zu integrieren (Blogspot.com gehört zu Google). Das ist sehr gut. Eventuell hat die Deaktivierung von Google-Analytics bei Blogspot.com damit zu tun, dass Nutzern von Blogspot.com neuerdings die Aktivierung von Werbung (AdSense) in ihren Weblogs angeboten wird.

Ich werde einige Tage lang beobachten, ob es tatsächlich dabei bleibt, dass Google-Analytics nicht mehr zwangsweise eingebunden wird in Weblogs hier bei Blogspot.com. Wenn Google-Analytics tatsächlich draußen bleibt, würde ich wohl auch wieder anfangen, mein Weblog "Schieflage" mit neuen Inhalten zu füllen.

Mittwoch, 26. November 2008

Kurzes Lebenszeichen

So, mal seit langer Zeit wieder ein kurzes Lebenszeichen hier:

Im Moment komme ich nicht dazu, größere Blog-Einträge zu verfassen. Deshalb auch noch kein Umzug zu einem neuen Bloghoster.

Das einzige, wozu ich komme, ist, schlicht und einfach Links zu sammeln in meinem anderen bei Blogspot.com gehosteten Weblog "Solons Linkablage". Dort werde ich auch weiterhin Links sammeln, weil die Funktionen (unter anderem zur Archivierung und zur Kategorisierung), die Blogspot.com anbietet, dazu sehr nützlich sind. Meine "Linkablage" dient vor allem mir selbst und ist nicht in erster Linie gedacht, nach "Außen" zu wirken. Deshalb sehe ich die von Google (als Eigner von Blogspot.com) zwangsweise in alle Blogs bei Blogspot.com integrierten Skripte des Analyse-Dienstes (und Datenschnüffeldienstes) "Google-Analytics" dort in meiner "Linkablage" nicht so kritisch wie hier, in diesem Blog.

Fazit: "Solons Linkablage" bleibt bei Blogspot.com. Dieses Weblog hier jedoch wird irgendwann umziehen zu einem Bloghoster, der kein Google-Analytics oder ähnliche Schnüffel-Software einsetzt.

Sobald ich wieder mehr Zeit gefunden habe, um größere Blog-Einträge zu schreiben...

Dienstag, 8. Juli 2008

Fuck you, Google Analytics!

Google hat offenbar still und heimlich bei allen Weblogs, die bei Blogspot (Blogspot/Blogger.com gehört zu Google) gehostet werden, den Tracking-Dienst "Google Analytics" aktiviert, wie ich gerade feststelle. Jeder Internetsurfer, der zum Beispiel die Firefox-Erweiterung "NoScript" installiert hat, kann dies selbst überprüfen. Er wird beim NoScript-Button sehen, dass jetzt hier im Weblog auch Google-Analytics im Hintergrund als Skript läuft (oder versucht zu laufen, sofern man Google-Analytics mittels NoScript blockiert, was ratsam ist).

Bislang konnten Blogger bei Googles Blogservice Blogspot/Blogger.com selbst entscheiden, ob sie Google-Analytics in ihrem Weblog aktivieren wollten. Ich hatte immer die Finger von Google-Analytics gelassen und seit längerer Zeit auch kein anderes Statistik-Skript anderer Anbieter mehr hier im Weblog eingebunden. Ganz bewusst aus Datenschutzgründen, zum Schutz meiner Weblog-Leser. Zwar war mir klar, dass Blogspot/Blogger.com wohl auf ihren Servern die IP-Adressen der vielen Weblog-Leser der bei Blogspot/Blogger.com gehosteten Weblogs speichern und auswerten würden. Aber der Einsatz von Google-Analytics ist noch einmal eine weit schlimmere Datenschutzverletzung. Denn bei Google-Analytics ist die Schnüffelei noch einmal ein paar Nummern größer als wenn "nur" bei Blogspot/Blogger.com IP-Adressen und andere Daten der Weblogleser gesammelt und ausgewertet werden. Denn Google-Analytics gleicht die Daten von Internetsurfern über viele ganz unterschiedlichste Websites weltweit ab und erzeugt so einen viel größeren Überwachungsraum, der den Datenschutz der Internetsurfer meiner Meinung nach immens gefährdert.

Wie gesagt: Ich hatte das Angebot von Google, in dem Weblog hier Google-Analytics zu aktivieren, nie angenommen. Hier ein Screenshot (draufklicken für größere Ansicht), gerade aufgenommen, bei dem man sieht, dass bei meinem Google-Account "solon.ebrief (at) gmail.com", unter dem ich auch dieses Weblog hier betreibe, Google-Analytics weiterhin offiziell deaktiviert ist (ich mich also erst für den Service noch registrieren müsste, ein SignUp durchführen müsste):

Screenshot der Google-Analytics-SignUp-Page

Google-Analytics ist trotzdem aktiv geschaltet im Weblog, obwohl ich es nicht aktiviert habe und auch nicht auf die von Google-Analyctis erzeugten Weblog-Statistiken zugreifen kann. Es kann schon einige Wochen lang aktiv sein.

Da fragt man sich: Warum aktiviert Google dieses Google-Analytics-Statistik-Skript, wenn der Nutzer, also ich als Weblog-"Besitzer" gar nicht zugreifen kann auf die tollen Statistiken, die Google-Analytics angeblich bieten soll.

Dass Google trotzdem Google-Analytics aktiv geschaltet hat, obwohl ich als Weblog-"Besitzer" es gar nicht aktiviert habe und auch keinen Zugang zu den von Google-Analytics erzeugten Statistiken habe, zeigt, dass es Google mit Google-Analytics mitnichten darum geht, Website-Betreibern oder Weblog-Besitzern völlig selbstlos (man ist ja als Google.com angeblich "der Gute") ein tolles Analyse-Tool kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Google-Analytics ist vielmehr eine Art Trojanisches Pferd. Jeder Website-Betreiber, der Google-Analytics einsetzt, setzt damit seine Website-Besucher einem hohen Datenmissbrauchs-Risiko aus. Google war mit dem Anpreisen von Google-Analytics bei Website-Betreibern weltweit äußerst erfolgreich. So läuft Google-Analytics nun auf Millionen von unterschiedlichsten Websites weltweit. Google-Analytics speichert dabei zentral bei Google millionenfach und dauerhaft die Zugriffe der Website-Besucher unterschiedlichster Websites weltweit und kann so Internetsurfer über viele Webseiten (und falls der Internetsurfer nicht die Cookies im Browser löscht) auch über mehrere Tage oder Monate oder gar Jahre verfolgen.

Wegen dieser Praxis wird Google-Deutschland just gerade vom schleswig-holsteinischen Datenschützer Thilo Weichert kritisch befragt, wie Heise.de berichtet.

Es ist extrem entlarvend für Google, dass Google nun Google-Analytics heimlich, still und leise einfach auf den Weblogs bei Blogspot/Blogger.com aktiviert hat. Ohne die Weblog-Besitzer darüber zu informieren. Ohne dass die Weblog-Besitzer davon irgendeinen Vorteil hätten, denn auf die Statistiken, die Google-Analytics erzeugt, haben die Weblog-Besitzer - so sie sich nicht nachträglich doch noch bei Google-Analytics anmelden - ja keinen Zugriff.

Warum also hat Google Google-Analytics aktiviert hier bei den Weblogs von Blogspot/Blogger.com, wenn der Blogbesitzer davon doch gar keinen Vorteil hat? Weil Google Werbung in den Blogs einblendet und so mit Google-Analytics erfasst, wieviele Leute auf die Werbebanner in den bei Blogspot/Blogger.com gehosteten Blogs klicken? Nein. Das kann es nicht sein, denn in meinem Weblog habe ich keine von Google gehostete Werbung (Adsense) oder ähnliche Banner.

Fazit: Es geht Google mit Google-Analytics offensichtlich ganz gezielt und vor allem um die Erstellung von übergreifenden Surfprofilen der Internetsurfer, um das Ausforschen von Surfgewohnheiten, um den gläsernen Surfer. Eine anderer Erklärung fällt mir nicht ein.

Bislang konnte ich die Nutzung von Blogspot.com/Blogger.com noch mit meinem Gewissen vereinbaren, weil ich hier alle Skripte als Weblog-Besitzer abschalten konnte (bis auf zwei Skripte, die jedoch nur der Anzeige, dem Layout der Archiv-Links dienten), weil keine Werbebanner eingeblendet wurden (die auch als Datensammelmaschine missbraucht werden können) und weil Besucher beispielsweise ohne aktiviertes Javascript (und somit mit aktiviertem Tor-Proxy) kommentieren konnten und die Anti-Spam-Funktion (die "Captchas") von Google bislang erfolgreich Spam draußen hielt, ohne dass ich jeden Kommentar erst manuell freischalten musste. Jetzt jedoch, mit diesem heimlichen Aktivieren der Google-Analytics-Funktion durch Google, hört für mich der Spaß auf.

Ich und meine Blogs ziehen um zu einem anderen Bloghoster. Wohin, schreibe ich noch später im nächsten (und letzten) Weblog-Eintrag, sobald ich ein neues virtuelles Zuhause gefunden habe.

Meine Weblogs bei Google bleiben jedoch mit allen Einträgen online, aber ich werde sie nicht mehr weiter aktualisieren.

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Dienstag, 27. November 2007

Mein neues Linkblog: Solons Linkablage

Social-Bookmarking-Dienste (wie Del.icio.us, Furl.net oder Simpy.com) scheinen es an sich zu haben, unzuverlässig zu funktionieren (vor allem, was deren eingebaute Suchfunktionen betrifft). Deswegen werde ich fortan Links zu interessanten Artikeln nicht mehr bei solchen Social-Bookmarking-Diensten speichern, sondern in einem eigens dafür erstellten Weblog. Meine bislang bei Simpy.com gespeicherten Bookmarks bleiben jedoch online, ich werde dort aber keine neuen Einträge mehr hinzufügen.

Es gibt jetzt also eine neue Lage. Und zwar neben der "Schieflage" auch die "Linkablage", mein zweites Weblog hier bei Blogspot.com. Zu erreichen unter linkablage.blogspot.com.

Die Linkablage ist hauptsächlich für mich persönlich als Link-Archiv gedacht (deshalb auch die kleine Schrift dort). Dennoch hat jeder die Möglichkeit, auch dort Kommentare zu veröffentlichen. Wer also in meiner Linksammlung/Bookmarksammlung stöbern will und kommentieren will, darf dies gerne tun. :-)

Die jeweils fünf neuesten Einträge in meiner "Linkablage" werden hier in der "Schieflage" immer auch rechts unten in der Navigationsleiste verlinkt sein.

Freitag, 26. Oktober 2007

Kurzes Lebenszeichen

Google hat die "Google-Wichtigkeit" vieler bekannter deutscher Webseiten heruntergestuft. Solche Seiten wie Zeit.de und so weiter tauchen nun unter Umständen nicht mehr ganz weit oben in den Suchergebnissen bei Google auf. "Page Rank" nennt sich das, was Google da gesenkt hat für die betroffenen Webseiten. Heruntergestuft in dieser Google-Aufmerksamkeitshierarchie wurden Zeit.de, Telepolis.de, Golem.de und viele andere, weil sie sich bezahlen ließen für das Verlinken von weniger bekannten Webseiten und so aus Sicht von Google das Page-Rank-Konzept Googles unterlaufen haben.

Und ja, ich bin auch betroffen. Zuvor hatte ich bekanntlich einen Page Rank von 1024 und lag damit total einsam an der Spitze. Weltweit. Und nun habe ich nur noch einen Page Rank von 3. Und das nur, weil ich einmal, ein einziges Mal auf das BKA verlinkt habe. Das mochte Google gar nicht. Vor allem, weil die BKA-Seite in Wirklichkeit gar keine Informationen enthält, sondern nur ein getarntes Ermittlungsinstrument ist. Jeder Besucher der BKA-Homepage wird nämlich erst einmal vom BKA genauestens durchleuchtet. Und das Durchleuchten ist ja schon Googles Geschäft. Und Konkurrenz mag Google gar nicht. ;-)

Kommt also nicht wieder vor, Google. Versprochen. So, und nun gebt mir meinen Page Rank von 1024 wieder!

Ach, Moment, ich bekomme gerade eine Meldung von meinem "Senior Chief of Technology and Engineering" (SCoTE, Rufname "Scotty"), dass die 1024 die Zugriffszahlen seien von den 8 Besuchern, die hier täglich einmal in den letzten 128 Tagen vorbeigeschaut haben. Also hatte ich gar keinen 1024er Page Rank. Mist. Morgen bringe ich mich um.

Ja, ne, was ich eigentlich sagen wollte: Zur Zeit mache ich etwas Pause beim Bloggen. "Blog-Chillen" könnte man das nennen. Kein richtiger Urlaub. Sondern nur mal drei Blog-Schreib-Gänge niedriger geschaltet. Ist vielleicht morgen schon wieder vorbei. Oder auch nicht. Ich muss ja keine Links verkaufen.

Dienstag, 25. September 2007

Update der Blogsoftware XYZ war erfolgreich (yeah)

Viele Blogger (vor allem natürlich die besseren) haben ja eine eigene Domain und betreiben auf dieser ihr Weblog mittels solcher Weblogsoftware wie "Wordpress" oder "Serendipity". Der Nachteil dieses Vorgehens ist, dass man sich selbst darum kümmern muss, Updates dieser Weblogsoftware zu installieren. Ist man da nachlässig, können schnell Sicherheitslücken ungeschlossen bleiben. Die Folge: Unliebsame Zeitgenossen hacken das Weblog, verändern es oder löschen gar die Datenbank und alle Einträge und Kommentare sind futsch. Um ein Backup muss man sich also auch kümmern als Blogger mit eigener Domain. Eventuell muss man sich sogar um das Updaten der Server-Software (meist Apache) kümmern, wenn der Domainhoster das nicht macht.

Insofern kann ich verstehen, dass diese Blogger dann gerne vermelden, dass sie mal eben wieder ein Update für Wordpress oder Apache installiert haben. Um die Besucher beispielsweise darauf hinzuweisen, dass wieder ein Update zur Verfügung steht. Viele Weblog-Leser sind ja selbst Blogger und vielleicht dankbar für diesen Hinweis, um auch ihr eigenes Weblog schnell upzudaten. Oder ein Update bringt manchmal einige Probleme bei der Funktionalität des Weblogs mit sich. Eine Meldung, dass man gerade seine Weblog-Software aktualisiert hat, bedeutet also häufig auch ein präventives Sorry an die Weblog-Leser, falls irgendwas im Weblog nicht so aussieht oder so funktioniert wie gewohnt. Beispielsweise wenn die Kommentarfunktion plötzlich spinnt oder die Trackback-Funktion nicht funktioniert.

Ja, Bloggen ist kompliziert.

Oder auch nicht. Wenn man wie ich schlicht so einen Null-Acht-Fuffzig Bloghoster wie Blogspot.com nutzt, der die Blogsoftware zur Verfügung stellt, Updates und so weiter selbst erledigt, bei dem man als Blogger aber auch hinnehmen muss, was der Bloghoster einem an Funktionen anbietet (oder nicht anbietet).

Also ich bin schon neidisch auf die richtigen Blogger mit eigener Domain. Ich will auch mal melden: "Update auf Wordpress 2.9 'Dextro-Energy' hat einwandfrei funktioniert. Jetzt alles noch neuer hier!" Manno.

Donnerstag, 23. August 2007

In eigener Sache: Neuer Public-Key

Mein PGP-Public-Key zur E-mail-Adresse "solon at gmx Punkt org" hat sich geändert. Mein neuer Public-Key mit der Key-ID "D6528295" ist hier herunterladbar. Er ist ebenso rechts in der Navigationsleiste verlinkt. Wer mir verschlüsselte E-mails schicken möchte, sollte also nicht mehr meinen alten Public-Key dazu verwenden.

Leute, die mir bereits verschlüsselte E-mails geschickt haben, schreibe ich noch einmal extra an. Aber es könnte ja sein, dass der eine oder andere meinen alten Public-Key in seinen Keyring übernommen hatte und mir bislang noch nicht geschrieben hatte. Bitte löscht meinen alten Public-Key aus eurem Keyring. Danke!

Freitag, 10. August 2007

Zurück aus dem Urlaub

Man ist erst dann richtiger Blogger, wenn nach zwei Wochen Urlaub die ersten Kommentatoren besorgt fragen, was denn los ist, warum keine neuen Weblog-Einträge kommen. Danke also der Nachfrage! :-)

Ich habe zwar auch im Urlaub den ganzen Unsinn verfolgt, der durch die Medien geisterte, aber meine Aufreg-Schwelle wurde dank Urlaubsstimmung nicht überschritten und es kam somit zu keinem Wut-Abfluss via Weblog-Eintrag. Mal sehen, wie lange die Urlaubsstimmung noch anhält.

Wo ich im Urlaub war? Ich habe einmal die Insel "Morrowind", bislang nur bekannt aus dem gleichnamigen Computerspiel, besucht. Hier zum Beweis ein paar Fotos eines typischen, modernen Telvanni-Baumhauses in der Realität:

Baumhaus von Weitem
Baumhaus aus der Nähe

Und hier zum Vergleich ein Telvanni-Haus alter Bauart, so wie es im Computerspiel "Morrowind" zu sehen ist:

Screenshot eines Telvanni-Hauses aus dem Computerspiel 'Morrowind'

Die modernen Telvanni-Baumhäuser zeichnen sich gegenüber ihren Vorgängern dadurch aus, dass sie die Eingangstür zu einer Art Zugbrücke umfunktioniert haben. Die Holztreppe hinauf zum Eingang ist nun unterbrochen und die Eingangstür wird als eine Brücke bis zu der unterbrochenen Holztreppe heruntergekippt. Hier Bilder dieser Zugbrücken-Eingangstür im geschlossenen Zustand:

Baumhaus-Eingangstür
Baumhaus-Eingangstür

Die Zeiten scheinen hart geworden zu sein für die einfachen Telvanni (jene also, die nicht über Zauberkräfte verfügen, um sich damit ausreichend zu schützen). Denn die neuen Telvanni-Häuser besitzen noch eine weitere Sicherheitsvorkehrung gegen unliebsame Besucher. Die Häuser lassen sich im Ganzen mittels eines Seilzugsystems bis in die Baumspitze hinaufziehen, wie man vielleicht anhand der undeutlich erkennbaren Seile auf diesem Bild sehen kann:

Baumhaus-Seilzugsystem

Vielleicht sind auch gefährliche Kreaturen, die die Wälder der Telvanni auf der Insel Morrowind neuerdings heimsuchen, die Ursache für diese neuen Sicherheitstechniken. Hier eines dieser Untiere, das wohl ein Telvanni-Zauberer bei einem Angriff zu Holz verwandelt hat:

Holzstamm, der wie ein Nashorn aussieht

Übrigens: Ein Künstler namens Nicholas von der Borch verkauft die Telvanni-Baumhäuser hierzulande als eigene Schöpfungen. Morrowind erwähnt er dabei mit keinem Wort. Ein Skandal! ;-)

Mittwoch, 18. Juli 2007

Del.e.ted Del.icio.us

Screenshot von Lösch-BestätigungsmeldungWie angekündigt habe ich gerade nach einer längeren Wartezeit (damit mögliche Leser den Wechsel mitbekommen) meinen Del.icio.us-Account gelöscht.

Del.icio.us ist ein kostenloser Service der Firma Yahoo. Bei Del.icio.us kann man Webseiten als Bookmarks öffentlich speichern. Der Vorteil solcher so genannter "Social Bookmarks" ist, dass man selbst von überallher auf die eigenen Bookmarks online zugreifen kann. Außerdem bieten solche Social-Bookmarking-Dienste bessere Sortiermöglichkeiten an als die Bookmark-Funktionen im eigenen Web-Browser. Und schließlich entsteht durch das Teilen der eigenen Bookmarks ein interessantes Internet-Verzeichnis. Menschen kategorisieren hier das Internet und machen interessante Webseiten durch die Suchfunktion des Social-Bookmarking-Dienstes (theoretisch) zugänglicher als über Suchdienste wie Google und Co.

Neben meinem ehemaligen Flickr-Account habe ich nun also einen weiteren Service der Firma Yahoo endgültig aufgehört zu nutzen. Neue Social-Bookmarks habe ich bereits seit einem Monat nicht mehr bei Del.icio.us abgelegt. Meine Social-Bookmarks sind seitdem bei Simpy.com zu finden (siehe auch die Links zu meinem Simpy-Archiv und zu meinem Simpy-RSS-Feed rechts in der Navigationsleiste).

Simpy bietet gegenüber Del.icio.us sogar einen Vorteil: Man kann dort unter jedem gebookmarkten Link längere, eigene Anmerkungen hinterlassen als bei Del.icio.us. Ähnlich also wie bei Furl.net, einem weiteren Social-Bookmarking-Dienst, den ich auch einmal genutzt hatte (aber wegen seiner unzuverlässigen Suchfunktion verlassen hatte). Dank dieser längeren Anmerkungen kann man meine Bookmarks bei Simpy.com teilweise fast schon als eigenes, zweites Weblog ansehen. Simpy.com also quasi als eine Art "Link-Blog".

In letzter Zeit kam ich kaum dazu, meine gesammelten Links bei Simpy.com einzupflegen. Stattdessen schrieb ich hier im Weblog mehr Artikel. Wenn es bei Simpy.com ruhig ist, schreibe ich also vermutlich hier bei Schieflage häufiger Artikel. Wenn es hier etwas ruhiger ist, könnte es sein, dass ich wieder mehr am Sammeln von Links bei Simpy.com bin. Einen eigenen Weblog-Sklaven konnte ich wegen fehlendem Sklavenmarkt in der Stadt leider immer noch nicht anschaffen. Also wird es mal hier, mal bei Simpy.com auch in Zukunft Phasen nur sporadischer Aktivität geben. Außerdem steht Urlaub an. Die Sporadigkeit könnte also noch einmal ein Tick sporadischer werden in den nächsten Tagen. Wenn nicht bestimmte Politiker trotz (oder gerade wegen?) des Sommerwetters wieder Blödsinn ablassen, der mein Gemüt so sehr erhitzt, dass ich es mittels wütendem Weblog-Eintrag abkühlen muss. Bloggen als psychische Klimaanlage sozusagen.

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Sonntag, 17. Juni 2007

Wechsel von Del.icio.us zu Simpy.com

Ein Leben ohne Yahoo ist möglich. Auch wenn es zig Firmen gibt, die ähnlichen Mist bauen wie Yahoo und die Welt nicht wirklich besser wird, wenn man wegen des Yahoo-Mists auf die Dienstleistungen von Yahoo verzichtet und stattdessen andere Dienstleister nutzt, so kann es auch nicht schaden. Der Nutzen mag nicht groß sein, Yahoo den Rücken zuzukehren, die Kosten sind aber auch nicht groß.

Yahoo hat offenen Auges und ganz bewusst beispielsweise Nutzerdaten von chinesischen Dissidenten (Shi Tao, Wang Xiaoning) ohne Zwang an die chinesischen Behörden weitergegeben - mit dem Ergebnis, dass diese ehemaligen Yahoo-Kunden mit Hilfe der Daten von Yahoo anschließend in chinesischen Gefängnissen landeten, nur weil sie ihr Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hatten.

Vor einigen Tagen bin ich bereits von Flickr.com (gehört zu Yahoo) zu 23hq.com gewechselt. Für das Hosten von Bildern oder die Suche nach interessanten Fotos oder Fotografen bietet 23hq.com einen ähnlichen Service an wie Flickr.com. Warum also nicht wechseln?

Heute bin ich von Del.icio.us (gehört zu Yahoo) zu Simpy.com gewechselt. Für das Speichern seiner Bookmarks (Social Bookmarking) eignet sich Simpy meiner Meinung nach sehr gut als Alternative zu Del.icio.us.

Häufig verlinke ich Artikel nun bei Simpy.com, wenn ich nicht dazu komme, die Artikel hier im Weblog zu erwähnen. Außerdem dienen mir meine Bookmarks bei Simpy.com als eine Art Archiv. Wer sich für meine Bookmarks interessiert, kann sie also bei Simpy.com direkt anschauen oder sie als RSS-Feed abonnieren.

Der Import der alten, bei Deli.icio.us gesammelten Links ist samt der Notizen und Tags ohne Probleme möglich bei Simpy.com. Alle meine bisher bei Del.icio.us archivierten Bookmarks finden sich also jetzt bei Simpy.com. Ich werde mein Del.icio.us-Archiv aber noch einige Tage online belassen, bevor ich meinen Account dort aufgebe und mein dortiges Link-Archiv komplett lösche.

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Mittwoch, 11. April 2007

Die Langsamkeit des Bloggens

Der Versuch eines kleinen aufmunternden Wortes an all die Millionen von Blogs da draußen:

Ihr schreibt nicht für den nächsten Tag, sondern quasi für die Ewigkeit (zumindest so lange es euren Bloghoster, Google und das Internet gibt). Man nennt das bekanntlich den "Long Tail". Der Long Tail bedeutet, dass Texte im Internet eventuell pro Tag, Woche, Monat oder Jahr zwar nur selten abgerufen werden mögen, aber auf lange Sicht wesentlich mehr Leser haben können als zum Beispiel ein Artikel in einer Tageszeitung.

Am besten ist aber, man schreibt zunächst aus einem eigenen Interesse heraus und "für sich" und nicht mit Blick auf möglichst viele Besucher, sondern mit dem Wunsch nach "den richtigen Lesern".

Das Wichtigste ist aber: Wenn ihr meint, keine Lust zum Bloggen mehr zu haben, dann lasst euer Blog einfach online, löscht nicht alte Texte. Heutige oder zukünftige Leser wären sonst traurig. Und ihr habt die Möglichkeit so doch nach einiger Zeit einfach weiter zu schreiben.

Mir geht es zum Beispiel so, dass ich es kaum schaffe, alle interessanten Blogs im Blick zu behalten. Da sammeln sich dann die ungelesenen Artikel im RSS-Reader an und warten und warten. Und irgendwann lese ich sie wieder und muss dafür für einige Zeit ein anderes Blog vernachlässigen. So wird es vermutlich vielen Bloglesern gehen.

Bloggen ist also eigentlich - für viele Leser zumindest - etwas sehr Langsames. Man sollte nicht enttäuscht sein, wenn man pro Tag nicht viele Leser hat. Betrachtet euer Weblog vielleicht eher als Monats- oder Jahresmagazin, selbst wenn ihr jeden Tag Artikel raushaut.

Weitere Ideen, warum Bloggen sich lohnen kann in einem älteren Eintrag von mir: Was soll das Geblogge?.

Samstag, 17. März 2007

Schieflage ist immer und überall

Ein Grund, warum ich dieses Blog "Schieflage" genannt habe, ist auch, dass jeder von uns, so sehr sie oder er sich auch anstrengt, die Dinge "schief" wahrnimmt. Die Welt ist so komplex, man hat nie das ganze Bild. Eine Binse, ich weiß. Nicht nur vorschnelle Deutungen sind also gefährlich, sondern Deutungen überhaupt.

Sollte man also aufhören, die Welt und die, die sie bewegen, zu analysieren? Natürlich nicht. Aber die innere Unruhe sollte bleiben bei allen Erklärungsversuchen. Sobald man sich zufrieden zurücklehnt und denkt: "Siehste! So läuft die Welt! Ich wusste es doch schon immer!" hat man verloren.

Manchmal muss man Sachen zuspitzen. Keine Frage. Um etwas deutlich zu machen oder auch nur um ein wenig Würze in die Sache zu bringen und Interesse zu wecken, muss man häufig übertreiben und vereinfachen. Um die asymetrische Verteilung der Medienwirkung (hier kleines Weblog, dort die großen Player im Aufmerksamkeitsgeschäft) etwas zu reduzieren. So lange man sich dessen bewusst ist, muss das noch keine Ignoranz sein. Aber wenn das Denken eingetretene Pfade geht und man seine Erzfeinde ganz genau zu kennen meint, kann man sicher sein, dass man drinsteckt in der Falle der Ignoranz, ohne es selbst zu merken. Denn wer klare und vor allem nur einige wenige Feindbilder hat, ist blind, weil es jenseits abstrakter Konzepte wie "Unfreiheit", "Ungerechtigkeit" und dergleichen, die keiner will, eigentlich keine klaren Feinde gibt. Denn das Verrückte ist, dass der Feind von sich meint, ebenfalls das Richtige zu tun.

Weiter als das triumphierende Zeigen mit dem Zeigefinger auf den wieder einmal beim Bösestun ertappten politischen Feind bringt die Frage, warum verhält sich mein politischer Gegner so wie er es tut? Welche Gründe meint er selbst als "gut" anzusehen für sein Handeln? Und dann sollte man diese Gründe auseinandernehmen statt einfach zu sagen: "Der da ist böse".

Ich muss zum Beispiel zugeben, dass das Handeln von beispielsweise Schäuble und Co. hinsichtlich ihrer Forderungen nach noch mehr Überwachung der Bevölkerung für mich so ein rätselhafter Fall ist, aus dem ich nicht schlau werde. Ihre Gründe, warum sie ihr Handeln als "gut" ansehen, ist mir genau genommen weiterhin schleierhaft. Ich habe zwar in einigen Weblog-Einträgen mit diversen Vermutungen gespielt, aber es bleibt ein großes Rätsel. Sie müssten doch inzwischen mitbekommen haben, dass die immer weiter gehenden Überwachungsforderungen nicht wirklich für mehr Sicherheit sorgen und vor allem das, was sie zu schützen vorgeben, letztendlich zerstören.

Wenn ich also von Schäuble als einer Gefahr für die Demokratie spreche, so weiß ich, dass das eine Zuspitzung ist und ich dabei "nur" ein spezifisches Handeln seiner Person bei einem spezifischen politischen Thema meine.

Etwas anderes wäre es, wenn ich mich immer weiter eingraben würde in eine Theorie mit dem Inhalt, dass es finstere Mächte gibt, die die Demokratie abschaffen wollen und ich ab jetzt überall auf der Suche wäre nach diesen finsteren Mächten. Verschwörungstheorie... genau... so nennt man das.

Was nicht heißt, dass es eine Politik und Kräfte gibt, die in ihrem Effekt genau auf eine Einschränkung demokratischer Freiheiten in Deutschland hinauslaufen. Nur die Gründe für diesen Effekt, die sind vermutlich sehr verschiedenartig. Kulminieren jedoch in dem Effekt, in einem Effekt. Viele Ursachen, ein Effekt also. Ohne dass es dazu im Hintergrund zentral lenkender, böser, und vor allem dunkler, geheimer Mächte bedarf.

Stattdessen gibt es zum Beispiel die oft falsch oder gar nicht berichtenden Medien. Zum Beispiel gibt es (wohl eher selten) Politiker, die tatsächlich schlicht korrupt sind und gar nicht mehr nach Moral fragen. Zum Beispiel gibt es wiederum Politiker, die schon noch meinen, sie ständen für das Richtige ein, aber dennoch den Weg des geringsten Widerstandes gehen und sich das Leben einfach machen, indem sie sich zum Beispiel auf einfache (populistische) politische "Lösungen" einlassen, die sich im Zeitalter der Nicht-Berichterstattung unserer Medien dann auch leichter verkaufen lassen. Zum Beispiel gibt es die hochprofessionelle, hochintelligente, hocheffektive Arbeit der Lobbyisten aus dem Big Business, die in immer mehr gesellschaftlichen Bereichen (Politik, Medien, Universitäten, Schulen, Behörden und Verwaltungen) ihre spezifischen Interessen unterbringen, da aus diversen Gründen die Transparenz und die Kontrolle des politischen Handelns der Verantwortlichen sowie das Führen offener und öffentlicher politischer Debatten in Deutschland zur Zeit mangelhaft ist. Und schließlich gibt es das Übliche, was überall und so häufig tatsächliche Lösungen verhindert: Missverständnisse, Unwissen, mangelnde Zeit, Pannen, Vorurteile.

Viele Ursachen. Komplexe Welt. Somit verhindern einfache, zu einfache Erklärungsmuster letztendlich nur das, was man erreichen möchte.

Natürlich sind Verschwörungstheorien unheimlich faszinierend und verlockend. Sie fesseln wie ein guter, spannender Kinofilm. Leider haben sie meist genauso wenig mit der Realität zu tun wie solch ein Kinofilm. Und am Ende kommt man raus aus dem Kino und die Welt sieht wie zuvor aus.

Freitag, 16. März 2007

Kurze Durchsage an alle, die hier nur per RSS-Reader mitlesen...

Ich habe meine Blogroll (rechts in der Navigationsleiste unter "Gegen die Schieflage", "Schöne Schieflage" und "Jenseits jeglicher Schieflagen") mal wieder mit weiteren Weblogs aufgefüllt. Es könnte sich also lohnen, die Schieflage mal wieder kurz mit dem Web-Browser anzusurfen.

Wer weitere politisch-kritische, aufklärerische Weblogs empfehlen möchte... ich würde mich freuen. Einfach einen Kommentar unter diesem Weblog-Eintrag hier hinterlassen. Wenn die Kommentarfunktion mal wieder bockt, einfach den Kommentar so lange versuchen abzuschicken, bis es klappt. Ich werde jedoch nicht unbedingt auf die per Kommentar empfohlenen Weblogs eingehen oder sie gar automatisch in meine Blogroll übernehmen. Wenn mir der Inhalt von vorgeschlagenen Weblogs sogar gar nicht passen sollte, behalte ich mir natürlich auch eine Löschung des Kommentars vor. Es gibt ja Dinge im Netz... naja, ihr wisst Bescheid.

Dienstag, 23. Januar 2007

Achtung, sie betreten gerade die Bühne des Mobs

Ein gewisser Rudolf Maresch rümpft in einem Artikel bei Telepolis (Die Bühnen des Mobs und der Wichtigtuer) seine Nase über Weblogs: Weblogs seien vor allem Bühne des Mobs und Bühne von Wichtigtuern, sie würden für Dilettantentum stehen, seien unzuverlässig hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes, frei von jeder Verantwortung, weil oft anonym geführt und insgesamt kein wertvoller Beitrag für die demokratische Diskussionskultur.

'tschuldigung, lieber Herr Maresch, ich höre auch morgen mit dem Bloggen auf, versprochen.

Dann müssen Sie, Herr Maresch, aber im Gegenzug etwas mehr schreiben und veröffentlichen, denn ihre Texte sind so wertvoll und irgendwie muss ich meine frei werdende Zeit ja füllen, das will ich dann auch gerne tun, indem ich nur noch ihre Texte lesen.

Den Weltenherrscher erinnert der erhobene Zeigefinger des Aufseher Maresch übrigens an seine Kindergartenzeit. Deshalb hier der Link (anders als beim obigen Link zu Maresch ohne "nofollow") zu einem wundervollen Stück vom Weltenherrscher, auch wenn es traurigerweise auf dieser "Bühne des Mobs", also im Weblog vom Weltenherrscher, uraufgeführt wird: Gelöbnis.

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Dienstag, 16. Januar 2007

Die Unvollkommenheit des Bloggens

Verfaulendes Obst und ein Würfel mit Aufschrift 'Imperfection'Dass eine Minute nur eine Minute lang ist und nicht länger, das ist die Ursache all der Unvollkommenheit in der Welt.

Wie lange dauert es, einen Lese-Rückstand aufzuholen, wenn man mal circa 10 Tage lang (Weihnachten bis Neujahr und etwas mehr) nur sporadisch online war und nicht täglich all die interessanten Weblogs da draußen abklappern konnte?

Antwort: 15 Tage. Verrückt. Und 40 geöffnete Artikel in 40 geöffneten Tabs im Browser warten noch immer darauf angeschaut und eventuell in meinem Del.icio.us-Archiv verlinkt oder gar hier in meiner kleinen Schieflage namentlich erwähnt zu werden. Außerdem drei angefangene Weblog-Artikel, die nun schon einige Tage im "Entwurfs"-Modus vor sich hin dämmern.

Ich bitte alle die von mir geschätzten Weblogs da draußen um Nachsicht, dass ich viele eurer neueren Artikel immer noch nicht gelesen habe.

Ich brauche einen Angestellten. ;-)

Copyright-Hinweis: Die Urheberrechte am obigen Foto gehören Darwin Bell. Das Foto unterliegt einer Creative Commons Lizenz

Montag, 1. Januar 2007

Bloggen, Anonymität und PR

Don Alphonso greift - natürlich mit der gewohnten Polemik, die seine Texte so spannend machen - noch einmal das brisante Thema auf, ob Weblogs sich auf PR-Maßnahmen einlassen dürfen: Sauberes Verhalten gegenüber Firmen für PRlogger.

Er schlägt vor, dass Weblogs, die an PR-Maßnahmen teilnehmen (werbende Texte für Produkte verfassen), sich freiwillig auf eine Liste setzen lassen sollten. Der Transparenz wegen.

Das wäre vielleicht tatsächlich eine Lösung. Aber Don Alphonso erwähnt sofort, dass Weblogs und PR-Leute wahrscheinlich kein Interesse hätten, sich auf einer solchen Liste zu verewigen:

Spass beiseite: Transparenz ist das Letzte, was PR und Blogger in diesem Fall derartig deutlich sehen und betreiben wollten. Weil es in ihrem Fall die Sturzhöhe offensichtlich machen würde. Weil PR, die als solche erkennbar ist, weniger Einfluss hat, und weil die Authentizität eines Bloggers auf einem separat geführten PRlog dort nicht ankommt. Ich denke, das haben die letzten Monate deutlich gezeigt. Sie werden also weiter mauscheln und irgendwie hoffen, dass es keiner mitbekommt. (Quelle)


Stellt sich die Frage: Wie ist das eigentlich mit anonym geführten Weblogs? Stehen sie automatisch unter einem größeren Verdacht, eventuell Teil einer heimlichen PR-Kampagne von irgendeiner Firma zu sein?

Ich denke nicht. Vielleicht ist es eher umgekehrt: Nur ein Blogger, der mit realem Namen und Adressanschrift auftritt, ist auch ein attraktiver Ansprechpartner für mögliche PR-Firmen.

Es sei denn, dass ein Weblog direkt von einer PR-Firma anonym und verdeckt erst ins Leben gerufen wird. Wenn die PR-Firma dann jedoch etwas erreichen will mit diesem Weblog, muss das Weblog erst einmal an Einfluss gewinnen, sprich gute Texte abliefern. Die PR-Agentur müsste also erst einmal einen echten Mehrwert schaffen, ein eigenes, für sich selbst genommen wertvolles Produkt also erzeugen, an das man dann den eigentlichen Kundenauftrag, nämlich die Werbung für das Kundenprodukt, dranhängt. Ich bezweifle aber, dass PR-Agenturen interessante Weblog-Artikel verfassen können, die für sich genommen lesenswert sind. PR-Agenturen sind da nicht gut drin, weil es nicht ihr Job ist. Es gehört normalerweise nicht zu ihrem Aufgabengebiet, Texte um ihrer selbst willen zu verfassen, also Texte zu verfassen, die von sich aus interessant und lesenswert sind. Außerdem müssten sie dafür zusätzliche Arbeitszeit investieren mit der sehr, sehr ungewissen Aussicht auf Erfolg, sprich Interesse bei möglichen Lesern.

Eine Ausnahme könnte vielleicht ein Weblog sein, das ohne gehirnschmalzintensive Weblog-Artikel auskommt. Also vielleicht unkommentierte, bunt zusammengewürfelte, kaum redigierte Linklisten oder das Kopieren irgendwelcher im Netz kursierenden Albernheiten. Da es davon jedoch schon viele im Internet gibt, ist kaum davon auszugehen, dass ein solches, extra von einer PR-Firma für Werbezwecke aufgesetzte Weblog einen großen "Impact" haben wird.

Bleibt meiner Meinung nach folgende Möglichkeit: Ein von einer PR-Agentur aufgesetztes, anonym geführtes Weblog könnte allenfalls Teil einer Guerilla-Marketing-Taktik sein. Die Betonung liegt hier auf Teil. Ohne unterstützende Hilfe durch andere Medien bliebe solch ein Weblog wohl lange unentdeckt. Es sei denn, dass die Marketing-Aktion von sich aus eine Story erzählt, die so einzigartig, unterhaltend, fesselnd und überraschend ist, dass sie tatsächlich von anderen Bloggern verlinkt wird. Dann wird sie jedoch genau wegen der Story und nicht wegen des Produktes verlinkt. Tritt dann an irgendeiner Stelle das Produkt bei der Story in den Vordergrund, ist es zwar eventuell in aller Munde, aber vermutlich als Transporteur einer Enttäuschung nach dem Motto: "Och, die Story war nur Teil einer Marketing-Kampagne? Bäh. Blödes Produkt. Es hat die Story zerstört." Aber manche meinen ja, dass es keine schlechte Publicity gibt...

PR-Agenturen werden sich also zu 99% der Fälle (das habe ich jetzt ganz genau ausgerechnet) eher an ein bestehendes, erfolgreiches Weblog dranhängen, statt selbst so etwas aufzubauen. Und dann werden sie sich vermutlich eher an bereits namentlich bekannte Blogger richten. Ein anonymer Blogger mag zwar eventuell auch eine große Zahl an Lesern haben, aber ich denke, dass für eine PR-Agentur der Kontakt zu einer für sie eher "greifbaren" Person, die mit voller Adressanschrift bloggt, attraktiver ist.

Es gilt also: Anonymität sollte nicht verwechselt werden mit Unglaubwürdigkeit. Vermutlich ist die Versuchung für jene Blogger, die mit realem Namen und realen Adressdaten auftreten, sich von PR-Agenturen umgarnen zu lassen, größer als für anonym schreibende Blogger.

Oder?

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Dienstag, 19. Dezember 2006

Hinweise zum Kommentieren und zu RSS-Feeds

Kommentare sind mir wichtig. Deswegen: Keine Scheu beim Kommentieren! Egal was. Nur wenn der Kommentar Werbung zu kommerziellen Produkten/Webseiten enthält, die rein gar nichts mit dem Thema des jeweiligen Posts zu tun haben, werde ich ihn löschen. Und natürlich Beleidigungen oder sonstige herabwürdigende Aussagen oder Links. Auch anonyme Kommentare sind willkommen!

Auch Setzen von manuellen Trackbacks ist willkommen! Da Blogger.com/Blogspot.com keine Trackback-Funktion bietet, darf jeder, der ansonsten einen Trackback in seinem Weblog auf mein Weblog gesetzt hätte, natürlich gerne stattdessen einen kurzen Kommentar samt Link zu seinem Weblog in meinem Weblog hinterlassen.

Blogger.com/Blogspot.com versucht wohl statt der Trackbacks jeden Link irgendwo im Netz auf Einträge meines Weblogs automatisch zu erfassen und unterhalb meiner Weblog-Einträge aufzulisten ("Wer verlinkt hierhin?"). Ich habe aber Zweifel, dass das ausreichend funktioniert. Deswegen, wie gesagt: Einfach in den Kommentaren einen "manuellen Trackback" hinterlassen.

Die Kommentare sind unmoderiert. Das heißt: Jeder Kommentar sollte sofort ohne Verzögerungen im Weblog erscheinen! Wenn nicht, dann spinnt höchstwahrscheinlich die Kommentarfunktion mal wieder. In diesem Fall einfach so oft den Kommentar erneut abschicken, bis er auch tatsächlich angezeigt wird! Eventuell hilft es, das Kommentarfenster noch einmal ganz zu schließen (vorher natürlich den schon geschriebenen Kommentar zum Beispiel in die Zwischenablage kopieren, damit er nicht verloren geht!) und den Kommentar noch einmal neu starten.

Ich habe übrigens das bei Blogger.com/Blogspot standardmäßig aktivierte "Nofollow"-Attribut für Links in den Kommentaren deaktiviert. "Nofollow" schadet der Blogosphäre, ist meine Meinung. Wer nicht weiß, was "Nofollow" ist, kein Problem. Nicht wichtig. ;-)

Beim Einfügen eines Links in seinem Kommentar muss man, damit der Link klickbar ist, die bekannten HTML-Befehle verwenden, also: a href="http://...". Allerdings scheint man keine zusätzlichen HTML-Befehle innerhalb von "a href" verwenden zu dürfen wie zum Beispiel "title" oder "rel" und so weiter, weil damit die Kommentarfunktion von Blogger.com/Blogspot hier überfordert zu sein scheint und der Link dann nicht korrekt angezeigt wird.

Kommentare, die mehr als 5 Links enthalten, werden von Blogger.com/Blogspot hier automatisch als Spam behandelt. Wer viele Links posten will, sollte dies also auf mehrere Kommentare verteilt tun.

Ansonsten hoffe ich, dass der eingebaute Spamschutz (Captcha) ausreicht, um Spamroboter abzuhalten, automatisierte Werbung in den Kommentaren zu posten.

Es gibt übrigens die Möglichkeit, zu jedem Weblog-Eintrag einen eigenen Feed (Atom) zu abonnieren, der nur die Kommentare zu diesem einen Weblog-Eintrag beinhaltet! Zu finden ist dieser Feed, wenn man einen Weblog-Eintrag (Überschrift des Weblog-Eintrages) anklickt und unterhalb der (nicht) vorhandenen Kommentare nach dem Link "Kommentare zum Post (Atom)" sucht. Klickt man auf diesen Link, hat man den Feed (Atom) zu den Kommentaren zu nur diesem einen Weblog-Eintrag. Fein, oder? Mit Hilfe dieses Feeds kann man also bequem mittels seines RSS-Readers (oder der Feed-Funktion in Firefox oder Opera) verfolgen, ob jemand auf einen Weblog-Eintrag kommentiert hat oder zum Beispiel auf einen eigenen Kommentar reagiert hat.

Wer stattdessen oder zusätzlich alle Kommentare zu allen Weblog-Einträgen verfolgen möchte, für den gibt es den Link zu diesem Feed (Atom) zu allen Kommentaren rechts in der Navigationsleiste unter dem Link zum Feed (Atom) zu allen Weblog-Artikeln.

Also: Fröhliches Kommentieren! :-)

Donnerstag, 23. November 2006

Was soll das Geblogge?

Die Gründe liegen auf der Hand:

  • Spielerei mit der Technik.
  • Spielerei mit der Sprache. In meinem Fall eher Frimelei statt leichtfüßiges Herumspielen.
  • Netzwerken. Entweder auch als eine Art Spiel oder Experiment oder als knallharte, berufliche Suche nach dem nächsten Auftraggeber. Das Spiel besteht darin, zu gucken, wer wann wo und wie auf eigene Äußerungen im Netz reagiert. Berufliches Online-Netzwerken hat sich dagegen jedoch mittlerweile zu einem eigenständigen Geschäftszweig entwickelt mit speziellen Online-Communities und einer wachsenden Beraterszene.
  • Bloggen erzeugt offenere Augen. Das ist wie beim Fotografieren. Hat man einen Fotoapparat dabei und hat sich vorgenommen Fotos zu schießen, wird die Umwelt plötzlich interessanter, denn man sucht nach Motiven und Perspektiven. Ein Fotoapparat lässt einen, auch dann wenn man ihn gar nicht benutzt, anders interagieren mit der Umwelt, als wenn man ihn nicht dabei hätte. Durch ein eigenes Weblog wächst das Interesse an Online-Artikeln anderswo. Weil man auf sie mittels Weblog reagieren kann. Weblogs sind die Fotoapparate der Internettouristen. Man muss kein Sprachkünstler sein und wunderbare Geschichten oder aufregende Storys liefern. So wie man auch kein exzellenter Fotograf sein muss, um Spaß an seinen Urlaubsschnappschüssen zu haben. Weblog oder Fotoapparat lassen die eigenen Möglichkeiten wachsen. Ein Zugewinn an Handlungsmöglichkeiten ist immer ein Lustgewinn. Ganz egal, ob jemand anderes die eigenen Fotos oder Weblog-Einträge für den letzten Mist hält.
  • Durch die offeneren Augen nimmt man mehr auf. Genauso wie man mit dem Fotoapparat bewaffnet seine Umwelt anders wahrnehmen kann, passiert dies im Umgang mit dem Internet durch das Weblog. Man liest intensiver, gezielter und bewertet das Gelesene sofort. Lässt es sich vielleicht irgendwie fürs eigene Weblog verwerten als Gedankenanstoß? Als Link? Wie stehe ich zu dem Geschriebenen? Muss ich mich dazu äußern? Auf diese Art und Weise stimuliert ein eigenes Weblog die Auseinandersetzung mit dem, was man im Internet sonst so findet. Das eigene Wissen wächst dabei übrigens, ohne dass man es sich anstrengend wie beim Vokabelpauken antrainiert hätte.
  • Weblog-Einträge und die Foto-Schnappschüsse können nach einiger Zeit zu einem äußerst nützlichen Archiv werden.
  • Weblogs dienen dazu, etwas "wegzuschreiben". Das müssen keine hochproblematischen Klöpse sein. Regt man sich über irgendwas auf oder gibt es was Freudiges zu berichten, kommt es ins Weblog. Computer oder Laptop steht doch eh immer griffbereit. Das funktioniert bei freudigen oder leidigen Ereignissen aus der politischen und der rein privaten Sphäre.
  • Und schließlich: Vielleicht stößt man etwas an, mit dem, was man schreibt, verlinkt, zusammenfasst, ausdenkt, erträumt, beschimpft.
Oder?...

Sonntag, 19. November 2006

Ab jetzt in Schieflage

Ich habe festgestellt, dass es zu viele Schieflagen in der Welt gibt. Also muss ein Weblog her. Sonst verliert man die Übersicht.