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Montag, 13. Juli 2009

Ein Produkt der deutschen Sicherheitspolitik

Nichts verdeutlicht die Perversion der deutschen Sicherheitspolitik à la Schily und Schäuble besser, als die Notwendigkeit, sich neuerdings solch ein Produkt zulegen zu müssen als Bürger:

Zettel zu Reisepasstasche mit Informationen über die Schutzfunktion der Tasche gegen unbefugtes Auslesens des RFID-Chips auf dem Reisepas
Nur der "Beipackzettel" weist auf die RFID-Schutzumhüllung hin. Von außen sieht man der Tasche diese Funktion nicht an.

Ich bekam die Tasche geschenkt. Es war ein Werbegeschenk einer Firma, die sonst normalerweise Kalender und Kugelschreiber und solch ein Zeug verschenkt. Und ich stelle mir vor, wie die Kunden dieser Firma jetzt dank dieses Werbegeschenks vermutlich zum ersten Mal etwas hören und lesen von "RFID" und davon, dass ihr neuer Reisepass eine Gefahr und ein Risiko für sie darstellt. Auch ein Zeichen des Wandels.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Politiker fragen, Bürger antworten

Seit einiger Zeit antworten Politiker bei Abgeordnetenwatch.de auf Fragen der Bürger. Politiker haben jedoch nicht nur Antworten, sondern sicherlich auch Fragen! Und Bürger haben nicht nur Fragen, sondern auch Antworten! Leider gibt es noch kein Buergerwatch.de (der Name würde dem Bundesinnenminister sicherlich gefallen). Also biete ich hier und jetzt exklusiv für alle Politiker ein Forum an, ihre Fragen loszuwerden. Ich bin überzeugt, dass diese, meine Idee ein enormer Gewinn für unsere Demokratie darstellen wird. Ich bereite mich innerlich deswegen schon auf die Entgegennahme des Bundesverdienstkreuzes so wie des blechernen Ordens am Gaga-Tralafitti-Band vor. Ah, ich sehe, die erste Frage trudelt gerade schon ein:

Politiker: Soll in Deutschland eine Wahlpflicht eingeführt werden?

Ich (in Vertretung der anderen Bürger): [Textbaustein einfügen, Textbaustein einfügen, Textbaustein einfügen, Textbaustein einfügen...] Nein. Nächste Frage.

Politiker: Sollen in Deutschland mehr Kinder in Gefängnisse gesperrt werden?

Ich (in Vertretung der anderen Bürger): [Textbaustein einfügen, Textbaustein einfügen, Textbaustein einfügen, Textbaustein einfügen...] Moment, da brauche ich etwas Bedenkzeit. Nächste Frage.

Politiker: Sollen alle mehr überwacht werden? Falschparker, Im-Stehen-Pisser, Auf-den-Boden-Spucker?

Ich (in Vertretung der anderen Bürger): [Textbaustein einfügen, Textbaustein einfügen, Textbaustein einfügen, Textbaustein einfügen...] Äh. Nächste Frage.

Politiker: Soll es insgesamt für immer mehr Dinge immer heftigere Strafen geben?

Ich (in Vertretung der anderen Bürger): [Textbaustein einfügen, Textbaustein einfügen, Textbaustein einfügen, Textbaustein einfügen...] Huch, worauf habe ich mich hier nur eingelassen?

Äh, so, liebe Politiker, für mehr Fragen habe ich jetzt leider keine Zeit mehr. Außerdem mag ich diesen arroganten Unterton nicht, den ich bei euren Fragen heraushöre. Bis zum nächsten Mal also. Mit den üblichen, festgefroren-freundlichen Grüßen... ein Bürger (in Vertretung von den Bürgern).

Samstag, 16. Februar 2008

Marmelade für alle!

Ja, der deutsche Staat ist am Ende. Das steht jetzt offiziell fest. Das Land blutet aus. Unvorstellbare Geldmengen rinnen dem Staat aus den Händen.

Milliarden muss der Staat Privatbanken in Deutschland überlassen, damit diese nicht pleite gehen. Und viele fragen sich: Warum kümmern sich die anderen Privatbanken nicht?

Milliarden muss der Staat Privatbanken in Liechtenstein überlassen, damit die Reichen ihrem Sport der Steuerhinterziehung frönen können. Und viele fragen sich: Warum machen die Reichen das? Vielleicht ist es ja purer Neid. Sie bringen den ganzen Tag Leistung und dürfen kein bisschen schmarotzen. Da wird man sauer und betreibt zur Wiederherstellung des eigenen "Gerechtigkeitsempfindens" etwas Steuerhinterziehung.

Aber den Todesstoß versetzen unserem Staat natürlich nicht diese "Leistungsträger", deren Leistung darin besteht, zu erben und zu bescheißen.

Nein, den Todesstoß versetzen unserem Staat natürlich die Hartz-Vierer, deren Leistung darin besteht, zu fressen und zu scheißen, wie ein Metzger es vor kurzem ausgedrückt hat. Diese privilegierte Gesellschaftsschicht, die unbedingt mehr als 25 Gramm Marmelade auf ihr Früchstücksbrötchen haben will und sich nicht mit Leitungswasser zufrieden gibt, auf sie blicken alle mit hasserfülltem Neid wegen dieses Luxus.

Deswegen mein Vorschlag: Gebt den Steuerhinterziehern keine höheren Strafen, sondern gebt ihnen die Sarrazin-Diät. Ausschließlich. So vielleicht fünf Jahre lang. Damit sie sich auch einmal als Schmarotzer fühlen dürfen und dieses wohlige Ich-will-jetzt-aber-auch-mal-schmarotzen-Gefühl nicht mehr mittels riskanter Steuerhinterziehungs-Aktionen suchen müssen.

Donnerstag, 24. Januar 2008

CDU in Hessen: Wer "Scheißdeutsche" sagt, soll abgeschoben werden

Das NDR-Magazin "Panorama" berichtet gerade, dass der hessische CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Christean Wagner auf Wahlkampfveranstaltungen mehrmals gefordert hatte, dass Ausländer, die Deutsche mit "Scheißdeutsche" beschimpfen, abgeschoben werden sollen.

Liebe in Deutschland lebende Ausländer, ihr braucht Deutsche nicht allgemein mit "Scheißdeutsche" beschimpfen! Das kann ich doch stellvertretend für euch machen! Meldet euch einfach anonym in den Kommentaren und bestellt für unschlagbar günstige null Euro (und ohne monatliche Gebühren) ein paar gegen alle Deutschen gerichtete "Scheißdeutsche-Beschimpfungen". Ich werde die "Scheißdeutsche-Beschimpfungen" dann stellvertretend für euch hier ins Weblog stellen. Mich als gebürtigen Deutschen kann die CDU nicht ausweisen und ihr lauft keine Gefahr abgeschoben zu werden. So werdet ihr euren Frust los und ich habe wieder hochwertigen Inhalt zum Befüllen dieses Weblogs. Eine echte Win-Win-Situation also.

P.S.: Andere Beschimpfungs-Bestellungen werden jedoch nicht angenommen und umgehend gelöscht, denn für andere Beschimpfungen fühle ich mich nicht kompetent genug. Und auch Beschimpfungen gegen einzelne Personen werden nicht angenommen.

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Mittwoch, 23. Januar 2008

Merkels zügellose, wilde Fantasien

Wie sagte Merkel bei einem Wahlkampfauftritt in Osnabrück:

Was technisch an Überwachung möglich ist, das muss der Staat auch umsetzen. (Quelle: Lawblog.de)

Igitt!! Bäh! Pfui! Was wird dann aus dem ästhetischen Empfinden?! Und was soll das Ausland von uns denken? Vor allem die Gäste aus den USA, die Deutschland eh schon für ein ziemlich zügelloses Land halten? Ich würde dann dringend dafür plädieren, zumindest Merkel nicht alle diese technischen Überwachungsmöglichkeiten angedeihen zu lassen. Es wäre ein zu großes Opfer - für uns.

Wovon ich spreche? Na, davon, wie das aussehen würde, wenn man Merkels Geschwafel wirklich ernst nehmen würde. Anzuschauen im Weblog "Veni, Vidi, VISA": Wie die Zukunft von/in Deutschland aussieht.

(via FreiheIT-Blog, via Roothausen)

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Freitag, 18. Januar 2008

Gebildete Politik

Es scheint nach den neuesten Umfragen ja eng zu werden hinsichtlich der Wiederwahl von Roland Koch in Hessen. Mal sehen also, was sich nun die Bild-"Zeitung" einfallen lässt, um das Ruder wieder herumzureißen.

Wie wäre es mit: "SPD-Mindestlohn macht Jugendliche gewalttätig und kriminell!!"

Da geht doch bestimmt noch was...

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Freitag, 11. Januar 2008

Schluss mit lustig, schließlich haben wir Terrorismus

Bald ist es ja leider wieder so weit...

Kann man Karneval nicht einfach verbieten? Aus Sicherheitsgründen?

Denn was ist Karneval anderes als eine gefährliche Ansammlung von häufig unter Drogen stehenden, vermummten, bewaffneten (Scheren! Spielzeugrevolver!) Menschen, die wichtige Infrastrukturen lahm legen und ihre Umwelt mit einem Fröhlichkeits-Gesinnungs-Terrorismus überziehen? Zudem agieren diese Leute völlig anonym, oder gibt es neuerdings - so wie mittlerweile bei fast jeder Demonstration - zunächst eine polizeiliche Ausweiskontrolle aller Teilnehmer und Besucher von Karnevalsumzügen?

Auch all die anderen schönen Sicherheitsmaßnahmen unserer Behörden versagen völlig im Karneval! Die Handy-Standortdaten und vorher gespeicherte Geruchsproben werden nutzlos, weil Gesuchte sich tagelang in den Menschenmenge der Karnevalsumzüge verstecken können. Die Online-Durchsuchung hilft nicht, weil Karnevalsumzüge immer noch nicht ausreichend mit WLANs ausgestattet sind. Die Videoüberwachungskameras sehen nur einen Konfetti-Regen und nicht identifizierbare Leute in furchtbaren Verkleidungen. Aber das Allerallerallerschlimmste ist natürlich, dass häufig Ausländer nicht mehr von Deutschen zu unterscheiden sind. Allzu häufig malen sich nämlich Karnevalsteilnehmer beispielsweise als "Mohr" schwarz an oder schlüpfen in die Trachten anderer Völker. Da steht dann der arme Streifenpolizist und weiß nicht, ob der Indianer vor ihm ein verkleideter Kölner oder ein gefährlicher, illegaler Einwanderer aus den USA ist. Oder ob der Scheich unter seinem Gewand oder der Sultan unter seinem Turban nur Kamelle transportiert oder gar schmutzige Bomben (wenn beides nicht eh identisch ist).

Von den Karnevalsumzügen selbst als Ziel gefährlicher Anschläge möchte ich gar nicht erst anfangen zu sprechen...

So oder so: In Zeiten des Internationalen Terrorismus (TM) muss der Karneval schlicht und einfach aus Sicherheitsgründen verboten werden. Es ist unverantwortlich, dass unsere Behörden hier immer noch tatenlos zusehen und nichts machen.

Montag, 7. Januar 2008

Jugendgewalt? Ich habe die Lösung!

Bei der jährlichen Krawallveranstaltung der CSU im wilden Bad Kreuth, soll laut Süddeutsche.de gesagt worden sein, dass die SPD selbst zu einem Sicherheitsrisiko würde, wenn sie nicht wie die Union härtere Strafen im Jugendstrafrecht unterstütze:

Landesgruppenchef Peter Ramsauer forderte die SPD auf, offenkundige Defizite bei der Inneren Sicherheit zu beheben. Wenn die SPD bei der Verschärfung des Jugendstrafrechts nicht mitgehe, mache sie "sich selbst zu einem Sicherheitsrisiko in Deutschland". [...] CSU-Chef Erwin Huber forderte die SPD ebenfalls zum Einlenken beim Jugendstrafrecht auf: "Wenn sich die SPD hier verweigert, dann macht sie sich schuldig an der inneren Sicherheit in Deutschland." Die jüngsten Gewalttaten zeigten, dass die Gesetze nicht ausreichten. (Quelle: Süddeutsche.de)


Ob die CSU dann demnächst die SPD aus Deutschland ausweisen wird?

Viel interessanter als dieser CSU-Angriff gegen die SPD ist jedoch der anscheinend tatsächlich ernst gemeinte Glaube der CSU, dass es irgendwo an den Gesetzen einen Mangel geben würde und dass dieser Mangel zu Gewalttaten führen würde. Soweit ich die CSU verstehe (nicht einfach, ich weiß), meint sie damit vor allem, dass härtere Strafen zu weniger Gewalttaten führen würden.

Manche Experten meinen es würde ausreichen, dass es überhaupt eine Strafe gibt (bei Jugendlichen: dass die Strafe schnell auf die Tat folgt - was heute schon möglich wäre) und dass die Höhe der Strafe nicht so ausschlaggebend sei. Ist ein Verhalten mit Strafen bedroht, nehme - mehr oder weniger unabhängig von der Höhe der Strafe - die Häufigkeit dieses Verhaltens ab, einfach weil die meisten "normalen" Bürger nicht straffällig werden wollen. Ganz egal, ob sie für ihr Verhalten also nur 6 Monate oder 1 Jahr bekämen, die meisten Menschen würden schon bei der Androhung von 6 Monaten Haft auf kriminelles Handeln verzichten. Nur ein kleiner Rest, der würde sich sagen: Pah, 6 Monate? Das ist doch nichts! Ich höre erst mit meinem kriminellen Verhalten auf, wenn 1 Jahr Haft droht!

Die wirklichen, wahren Experten von der Union, die sagen jedoch, dass es doch aber Wischiwaschi-Politik sei, nichts gegen diesen kleinen Rest zu unternehmen, der sich von niedrigen Strafen nicht beeindrucken lässt. Je mehr Strafe, desto weniger Gewalttäter! Das scheint ihr Motto zu sein.

Und ich sage, es ist Wischiwaschi-Politik, dann immer nur in kleinen Schritten die Strafen wieder mal etwas zu erhöhen, denn irgendwelche Gestalten werden sich auch von einem Jahr mehr Haft, oder dann von zwei oder drei oder zehn Jahren mehr Haft nicht beeindrucken lassen. Soll man gegen diesen Rest an Gewalttätern dann etwa wieder nichts machen?

Dabei liegt die Lösung so nahe! Hört doch auf mit diesen jährlichen Anhebungen der Strafhöhe! Erspart uns dieses immer wiederkehrende politische Theater! Warum nicht gleich und sofort die Todesstrafe für jedes Verbrechen, ja für jeden Gesetzesverstoß einführen? Todesstrafe also für Körperverletzung, Todesstrafe für Widerstand gegen die Staatsgewalt, Todesstrafe für Steuerhinterziehung, für zu schnelles Fahren, für Handy am Steuer und für Rauchen in der Nichtraucherzone. Dann wäre die Abschreckung maximal und - nach Logik der Union - die Kriminalität minimal. Die "Politik" der inneren Sicherheit "à la Union" hätte ihr Ziel erreicht, wäre an ihr Ende gekommen und bräuchte sich nur noch darum zu kümmern, dass die vielen Leichen ordnungsgemäß entsorgt werden.

Dann würde endlich Ruhe herrschen und Deutschland wäre endlich, endlich, endlich sicher.

Wir hätten dann zwar ein verschärftes "Rentner-Problem", weil Rentner vermutlich proportional seltener straffällig werden als die jüngere Bevölkerung, aber man bräuchte den Eintritt ins Rentenalter ja anschließend einfach auch nur als einen Verstoß gegen ein neu zu schaffendes Gesetz ("Das Überschreiten des 67igsten Lebensjahres ist verboten") zu definieren und schon wäre man auch dieses Problem los.

Und natürlich bin ich nicht der erste (irgendwann mal via Alarmschrei.de gefunden), der diesen Einfall hatte. Hier auch noch der Link zur Homepage dieses berühmten Vordenkers.

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Montag, 10. Dezember 2007

Bloggen ist für alle da

(Via diverse Weblogs) Wir leben wahrlich in seltsamen Zeiten, wenn eine irre Ablästerei eines Journalisten über die sich breit machende Meinungsdemokratie des Internets im Vergleich zum sonstigen Geschehen in Deutschland zu einer amüsanten Nichtigkeit wird.

Früher hätte ich mich über solch ein dämliches Geschreibsel eines Journalisten vom Internet als Hort der Narren und des Schmutzes aufgeregt. Heute bin ich eher verwirrt darüber, dass ein derartiger Artikel in der Süddeutschen Zeitung überhaupt noch irgendwo einen größeren Widerhall in der "Blogosphäre" findet.

Hey, es ist doch nur ein Journalist, der da seine Meinung ins Internet schreibt! Ein Blogger also wie wir! Liebe Blogosphäre, nehmt ihn freundlich auf, den Herrn Bernd Graff. Jeder hat einmal angefangen mit dem Bloggen. Er wird es schon noch lernen.

Freitag, 7. Dezember 2007

Licht-Aktionismus: Auf jeden Fall voll die Klimaretter überall

(Via Telepolis.de) Aktionismus hier, Aktionismus da. Aber weil ich am Samstag nicht in einer kalten Wohnung sitzen möchte (wenn das Stromnetz wegen der "Terror"-Aktion "Licht aus" möglicherweise "tschüss" sagt), finde ich schon deshalb die Aktion "Licht an" circa eintausendmal besser als die Aktion "Licht aus". "Licht an" schreibt:

Nutzen Sie die fünf Minuten, in denen das Licht ausgeschaltet ist, um alte Stromfress­birnen heraus- und klimaschonende Energiespar- lampen hineinzuschrauben. Das erspart der Atmosphäre bei zehn ersetzten 100-Watt-Birnen jedes Jahr 335 kg co2. Und senkt nebenbei Ihre Stromrechnung um 50 - 100 Euro. (Quelle: Wir-Klimaretter.de)


Man hätte vielleicht noch erwähnen können, dass es sinnvoll ist, neben Energiepaarschlampen Energiesparlampen sich auch um andere technische Geräte zu kümmern: Wäschetrockner, alte, energiefressende Fernseher, Röhrencomputermonitore, alte Kühlschränke und alte Waschmaschinen. Ich empfehle jedoch beim Austausch dieser Geräte das Licht angeschaltet zu lassen. Ein Aufenthalt auf der Intensivstation vermiest die persönliche CO2-Bilanz nämlich auch erheblich. Weiterhin sollte man natürlich das allgegenwärtige Standby mittels Mehrfachsteckleisten mit Ausschaltknopf bekämpfen und vor allemst für kleine Wege aufs Auto verzichten. Eine moderne Heizung und Wärmedämmung wären auch nicht schlecht. Aber wem sage ich das? Weiß doch inzwischen jeder.

Und natürlich sollte man - weil man als Privatverbraucher nicht für alles verantwortlich ist - politischen Druck ausüben. Wohin aber mit dem Druck genau? Zur Mitte Deutschlands natürlich, also beispielsweise nach Niederdorla in Thüringen. Denn dort residiert ja jetzt dauerhaft unsere Kanzlerin, wie sie auf dem CDU-Parteitag bekanntgegeben hat.

Und wenn dann am Samstag nüschte passiert mit dem Stromnetz, gibt es eine schöne Ausrede, warum nichts passiert ist: Weil bei "Licht an" mehr mitgemacht haben als bei "Licht aus". Klimaretter sind wir also in jedem Fall. Super.

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Donnerstag, 6. Dezember 2007

Aktion "Licht aus" bedroht Stromnetz - Totalstromausfall befürchtet

Macht nicht mit bei der bescheuerten "Licht-Aus"-Aktion von Greenpeace, BUND und World Wildlife Fund (WWF), unterstützt von der Bild-"Zeitung", dem Fernsehsender Pro7 und Google!

Bei dieser Aktion sollen alle Deutschen am kommenden Samstag zwischen 20 und 20.05 Uhr alle Lichter ausschalten. Auch bei vielen Sehenswürdigkeiten soll die Flutlichtbestrahlung in dieser Zeit ausgeschaltet werden. Als Symbol für... Weniger Licht? Mehr Infrarotnachtsichtgeräte? Mehr umweltschädliche Kerzenbeleuchtung (Kerzen haben eine schlechtere CO2-Bilanz als Stromsparlampen)? Längeres Schlafen? Keine Ahnung. Eine richtige Deppen-Aktion also. Sieht man schon daran, dass die Bild-"Zeitung" mitmacht. Ein untrügliches Zeichen. Eine Aktion "Verstand aus" also.

Die Aktion könnte - wenn mehr als 10 Millionen Haushalte mitmachen - zu einem Zusammenbruch des Stromnetzes in großen Teilen Europas führen, wie jetzt die Kraftwerksbetreiber und unabhängige Wissenschaftler warnen. Welt.de berichtet.

Als Gegenmaßnahme würde ich sogar empfehlen, zwischen 20 und 20.05 Uhr möglichst viele fiese Stromverbraucher anzuschalten. Mal sehen, irgendwo muss ich doch noch einen Radiator haben...

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Montag, 3. Dezember 2007

Dummensteuer wird verdoppelt

Der Lotto-Jackpot wurde nicht geknackt. Manche sprechen jetzt glücklich davon, dass sie nun noch einmal eine Chance hätten, ihn zu gewinnen.

Andere sagen jedoch schlicht: die Dummensteuer wird verdoppelt.

Zitat des Tages

Das Zitat des Tages präsentieren wir heute mit freundlicher Unterstützung durch das "Kopfhoch-Studio":

In einem Land, in dem Kinder und Jugendliche stramm stehend die Nationalhymne brüllen, ist was faul. Oberfaul. (Quelle: Kopfhoch-Studio.de)


Sonntag, 2. Dezember 2007

Extrasteuer auf Dummheit

Das Wesen und die tiefere Bedeutung von Lotteriespielen werden nicht etwa erfasst von den Boulevardzeitungen. Zutreffender ist wohl eher folgende Beschreibung in der Wikipedia:

Lotteries are most often run by governments or local states and are sometimes described as a regressive tax, since those most likely to buy tickets will typically be the less affluent members of a society. The astronomically high odds against winning have also led to the epithets of a "tax on stupidity" [...]. (Quelle: Wikipedia.org)


Mittwoch, 28. November 2007

Bayerische Polizei spielt Spanische Inquisition

(Via Fefe) In den frühen Jahren des 21. Jahrhunderts nach der Geburt unseres HERRN, um eine immer größer werdende Welle der religiösen Unorthodoxie zu bekämpfen, erlaubte Günther Beckstein, Herrscher von Bayern, seiner Polizei durchs Land zu ziehen völlig unbehindert und ohne Hinderung in einer Herrschaft der Gewalt, des Terrors und der Folter - was als Stoff klasse geeignet wäre für 'nen geilen Film.

Chapman: Dieser kommende Papstbesuch in unserer Gegend macht doch nur Probleme.
Cleveland: Oh, nein - welche Art von Problemen?
Chapman: Gnschnrmmpfhh sakkra Kruzifix nochmal.
Cleveland: Pardon?
Chapman: Vial zu teua is diasa gaanze Schmarrn.
Cleveland: Ich verstehe kein Wort.
Chapman: [leicht verärgert und mit übertrieben klarer Aussprache] Viel zu teuer ist doch dieser ganze Schmarrn!
Cleveland: Nun, was auf Erden soll das heißen?
Chapman: Was weiß denn ich! Herr Wentworth sagte das über den Papstbesuch. Dass du gleich so reagierst... Mit so einer Art "Spanischen Inquisition" hatte ich nicht gerechnet.

[KREISCHENDER LAUT]

[Die Tür fliegt auf und ein mit Maschinengewehren bewaffnetes und mit Schusswesten ausgerüstetes Sondereinsatzkommando der Bayerischen Polizei betritt den Raum.]

SEK: NIEMAND erwartet die Spanische Inquisition! Unsere bedeutendste Waffe ist die Überraschung... Überraschung und Angst... Angst und Überraschung... Unsere zwei bedeutendsten Waffen sind Angst und Überraschung... und unbarmherzige Effizienz... Unsere DREI Waffen sind Angst, Überraschung und unbarmherzige Effizienz... und eine fast fanatische Hingabe an den Papst... Unsere VIER Waffen... nein...

Fortsetzung hier.

"Ich habe zu dem ersten gesagt, dass mir die Sache zuviel ist, dass ich nervlich am Ende bin, und dass ich total überfordert bin mit dem Ganzen. Da hat der Polizist gesagt: 'Aus diesem Grunde machen wir das, damit die Leute von der ganzen Situation her überfordert sind und dann Sachen ausplaudern, die sie sonst nicht sagen würden.'" (Quelle: MDR.de)


Das Original, von dem die Bayerische Polizei schamlos abgekupfert hat, gibt es hier als Text und hier als Video.

Donnerstag, 22. November 2007

Gefährliche Sesamstraße: Augen zu bei Keksen und Griesgrämigkeit!

Diese Meldung "machte meinen Tag", wie man so auf eingedeutschtem Englisch sagt:

Nach Ansicht der US-Produzenten der «Sesamstraße» sollten Eltern ihren Kindern bei frühen Ausgaben der Kult-Sendung besser die Augen zuhalten. Vor allem dann, wenn Oskar und das Krümelmonster zu sehr pöbeln und krümeln. Deshalb sollen DVDs aus den frühen Zeiten mit einem Warnhinweis versehen werden, die besagen, dass die Shows für kleine Kinder nicht geeignet seien, teilte Produzentin Carol-Lynn Parente der «New York Times» mit. (Quelle: Netzeitung.de)


Oskar sei zu griesgrämig und das ständige Keksefressen vom Krümelmonster biete ernährungspädagogisch ein schlechtes Vorbild.

Das ist so lächerlich...

Dass die Sesamstraße (vor allem die in den 70iger Jahren in den USA produzierten Teile der Sesamstraße) durch die komischen und hintersinnigen Sketche mit Ernie, Bert, Kermit, Krümelmonster und Schlemihl das eigene Denken bei Kindern befördern, kann ich mir gut vorstellen.

Oskar aus der SesamstraßeOskar (im Original "Oscar the grouch") flog schon früh aus der Sesamstraße raus. Was ich als Kind damals sehr bedauerte. Seine Griesgrämigkeit empfand ich als enorm liebenswert und sie machte ihn einzigartig. Oskar hatte zu allem immer eine andere Meinung und nahm keine Rücksicht darauf, ob er damit eventuell aneckt. Oskar war somit einer der ersten Blogger. Diese Unabhängigkeit veredelte seine Person. Die Mülltonne nahm man nicht mehr wahr. Es kommt eben auf den Inhalt an, nicht auf das Äußere.

Als Kind ist man ja alles andere als unabhängig. Wesen, die einem vorleben, dass es möglich ist, unabhängig zu sein, faszinieren Kinder deshalb automatisch. Darauf beruht auch ein großer Teil des Erfolges der Geschichten von Astrid Lindgren. Die meisten ihrer Figuren zeichnen sich ja durch eine große Unabhängigkeit aus: Pippi Langstrumpfs übermenschliche Kräfte und ihre Fähigkeit, ohne Eltern leben zu können, Michel aus Lönneberga mit seinem Mut und seiner Gewitztheit, Karlsson auf dem Dach mit seiner Fähigkeit zu fliegen und seiner absoluten Störrigkeit.

Eigenständiges Denken hat immer etwas mit dem Überschreiten von Grenzen, mit Auflehnung und Nicht-Brav-Sein zu tun. Und das ist gut so. Und Kinder werden immer nach einem Weg suchen, einem Druck nach Anpassung auszuweichen. Bei Erwachsenen sieht das dann schon anders aus. Wie man an dem heutigen, oben dokumentierten, kriecherischen Verhalten der US-Produzenten der Sesamstraße erkennen kann.

Copyright-Hinweis: Urheber des obigen Fotos ist Ben Schumin. Das Bild unterliegt der "GNU Free Documentation License", Version 1.2 oder höher.

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Sonntag, 11. November 2007

Umfrage: Sie begegnen Schäuble. Wie reagieren Sie?

Ich möchte kurz hinweisen auf eine neue Umfrage hier in meinem Weblog. Sie ist rechts in der Navigationsleiste zu finden.

Es geht um die Erfassung der Toleranzschwelle meiner Weblog-Besucher. Wie abgehärtet seid ihr?

Die Umfrage ist selbstverständlich hochwissengeschafft und total repräsenta-dingsbums.

Nachtrag: Ich bemerke gerade, dass manche Browser ein Ausfüllen der Umfrage nicht ermöglichen. Hat wohl was damit zu tun, dass das von Blogspot/Google bereitgestellte Umfrageelement in einem iframe eingebunden wird und von manchen Browsern und Browsererweiterungen als möglicherweise verdächtiges Cross-Side-Scripting angesehen wird. Da muss Google/Blogspot wohl noch etwas dran arbeiten, um ein sauberes Umfrageelement für die Blogspot-Weblogs hinzubekommen. Na, ist ja auch nicht wichtig. Wer die Umfrage ausfüllen kann und will, viel Spaß! Allen anderen rate ich, nichts an ihren Browser-Einstellungen zu verändern. Alles okay so. Der Fehler liegt beim Umfrageelement.

Nachtrag 2: Sieben Tage lang konnte man abstimmen über die Frage: "Sie begegnen zufällig Schäuble. Ihn anzusprechen geht nicht. Wie reagieren Sie?" Hier nun das Ergebnis der Umfrage:

  • Wer ist Schäuble? - 0 Stimmen.
  • Ich knutsche ihn ab: 1 Stimme
  • Freundliches Händeschütteln: 1 Stimme
  • Höfliches, kurzes Nicken: 1 Stimme
  • Ignorieren. Weggucken: 10 Stimmen
  • Wütendes Gestikulieren: 4 Stimmen
  • Spontanes Erbrechen: 34 Stimmen

Samstag, 3. November 2007

Schlechte Scherze und Terrorismus

Fefe verlinkt eine verrückte Nachrichtenmeldung:

Weil er auf ihn wütend war, hat ein Schwede seinen Schwiegersohn bei der US-Polizei FBI als Mitglied der Terrororganisation El Kaida denunziert. [...] Der Mann schickte der US-Bundespolizei eine E-Mail, in der er versicherte, der Mann gehöre El Kaida an [...]. Als der denunzierte Schwede in Florida eintraf, wurde er umgehend festgenommen, verhört und elf Stunden in einer Zelle eingesperrt. (Quelle: Yahoo.com)


Das erinnert mich irgendwie an diesen alten Witz mit der Nummer 17931.

Schlechter Humor und Terrorismus sind also letztlich gar nicht so weit voneinander entfernt.

Insofern macht mir dieser aufschlussreiche Telepolis-Artikel so langsam klar, warum Schäuble beständig vom Internet als "Fernuniversität und Trainigscamp" für Terroristen spricht.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Bitte melden Sie verdächtiges Verhalten...

(Via Schneier.com) Allgemeine Aufforderungen an die Bürger, "verdächtiges Verhalten" zu melden, sind nicht nur gefährlich, weil sie die Grundlagen menschlichen Zusammenlebens erodieren, sondern auch, weil sie ineffektiv für die Strafverfolgung oder Prävention sind. Denn jeder hält etwas anderes für "verdächtig" und so würden die Sicherheitsbehörden mit untauglichen Hinweisen überschwemmt werden.

Man könnte 'nen langen Vortrag drüber halten, um das den Leuten (und vor allem den Politikern) klar zu machen. Vielleicht reicht es aber auch schon, den Leuten einfach diesen kleinen Dilbert-Comic zu zeigen.

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Samstag, 20. Oktober 2007