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Freitag, 26. Oktober 2007

Kurzes Lebenszeichen

Google hat die "Google-Wichtigkeit" vieler bekannter deutscher Webseiten heruntergestuft. Solche Seiten wie Zeit.de und so weiter tauchen nun unter Umständen nicht mehr ganz weit oben in den Suchergebnissen bei Google auf. "Page Rank" nennt sich das, was Google da gesenkt hat für die betroffenen Webseiten. Heruntergestuft in dieser Google-Aufmerksamkeitshierarchie wurden Zeit.de, Telepolis.de, Golem.de und viele andere, weil sie sich bezahlen ließen für das Verlinken von weniger bekannten Webseiten und so aus Sicht von Google das Page-Rank-Konzept Googles unterlaufen haben.

Und ja, ich bin auch betroffen. Zuvor hatte ich bekanntlich einen Page Rank von 1024 und lag damit total einsam an der Spitze. Weltweit. Und nun habe ich nur noch einen Page Rank von 3. Und das nur, weil ich einmal, ein einziges Mal auf das BKA verlinkt habe. Das mochte Google gar nicht. Vor allem, weil die BKA-Seite in Wirklichkeit gar keine Informationen enthält, sondern nur ein getarntes Ermittlungsinstrument ist. Jeder Besucher der BKA-Homepage wird nämlich erst einmal vom BKA genauestens durchleuchtet. Und das Durchleuchten ist ja schon Googles Geschäft. Und Konkurrenz mag Google gar nicht. ;-)

Kommt also nicht wieder vor, Google. Versprochen. So, und nun gebt mir meinen Page Rank von 1024 wieder!

Ach, Moment, ich bekomme gerade eine Meldung von meinem "Senior Chief of Technology and Engineering" (SCoTE, Rufname "Scotty"), dass die 1024 die Zugriffszahlen seien von den 8 Besuchern, die hier täglich einmal in den letzten 128 Tagen vorbeigeschaut haben. Also hatte ich gar keinen 1024er Page Rank. Mist. Morgen bringe ich mich um.

Ja, ne, was ich eigentlich sagen wollte: Zur Zeit mache ich etwas Pause beim Bloggen. "Blog-Chillen" könnte man das nennen. Kein richtiger Urlaub. Sondern nur mal drei Blog-Schreib-Gänge niedriger geschaltet. Ist vielleicht morgen schon wieder vorbei. Oder auch nicht. Ich muss ja keine Links verkaufen.

Samstag, 1. September 2007

Googles Online-Text- und Tabellenkalkulation keine Konkurrenz zu Microsoft

(Via Die herrschende Meinung, via Medien-Gerecht) Google möchte anscheinend nicht ernsthaft, dass irgendjemand sein neues Online-Textverarbeitungs- und Online-Tabellenkalkulationsprogramm nutzt. Das ist zwar etwas seltsam, aber anders kann man folgenden Ausschnitt aus den AGB zu Googles Service namens "Text & Tabellen" wohl nicht verstehen:

Durch Übermittlung, Einstellung oder Darstellung der Inhalte gewähren Sie Google eine dauerhafte, unwiderrufliche, weltweite, kostenlose und nicht exklusive Lizenz zur Reproduktion, Anpassung, Modifikation, Übersetzung, Veröffentlichung, öffentlichen Wiedergabe oder öffentlichen Zugänglichmachung und Verbreitung der von Ihnen in oder durch die Services übermittelten, eingestellten oder dargestellten Inhalte. Diese Lizenz dient ausschließlich dem Zweck, Google in die Lage zu versetzen, die Services darzustellen, zu verbreiten und zu bewerben; (Quelle: Google.com)


Soweit ich diesen Text verstehe, ist damit nicht nur gemeint, dass Google den vom Nutzer der Text- und Tabellenanwendung bei Google abgelegten Inhalt schlicht technisch auf mehreren Servern verteilen will, um so den sicheren Betrieb seines Dienstes zu gewährleisten. Microsoft kann sich also zurücklehnen. Google will den Office-Produkten von Microsoft also tatsächlich keine Konkurrenz machen. Denn außer ein paar Privatpersonen, die Googles Text- und Tabellenprogramm mal spielerisch ausprobieren möchten, wird bei diesen AGB kaum jemand das Teil nutzen wollen - falls er die AGB denn durchliest.

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Sonntag, 12. August 2007

Spukiges Spock.com

Bislang wurde ich eher als etwas spinnert belächelt wegen meines Bemühens, im Internet nur unter Pseudonym aufzutreten. Ich bin eine völlig normale Person, keine Berühmtheit, niemand, der aus juristischen Gründen etwas zu verbergen hätte. Dennoch findet man unter meinem realen Namen kaum etwas im Internet über mich, obwohl ich das Internet seit 1996 nicht nur als passiver Konsument nutze und obwohl ich beruflich viel mit dem Internet zu tun habe.

Der Hauptgrund meiner Abstinenz, Daten über mich im Internet preiszugeben, war, dass ich mir schon früh bewusst war, dass es bald automatisierte Dienste und Services geben würde, die alle möglichen und an vielen Orten im Internet verstreuten Informationen über jede x-beliebige Person zusammentragen werden und somit die intensive personenbezogene Recherche bald von jedem durchgeführt werden kann, der zumindest die Fähigkeit besitzt, einen Computer einzuschalten und einen Webbrowser zu starten.

Spätestens ab jetzt gibt es einen derartigen Dienst, wie die Netzeitung/Golem berichtet:

Spock.com will "Ergebnisse rund um Menschen präsentieren. Auf diese Weise unterscheiden wir uns von anderen Suchmaschinen: Wir sind nur auf Menschen ausgerichtet", verkündete Jay Bhatti, einer der Gründer, zum Start am Mittwoch. Die Daten beschafft sich Spock.com vor allem aus sozialen Netzwerken wie Xing, Flickr oder Facebook. (Quelle)


Die beschaffen sich die Daten einfach, die fragen nicht vorher. Wie das mit dem Beschaffen der Daten funktioniert? Beispielsweise durch automatisiertes Abgrasen der bei Online-Communities von den Nutzern hinterlegten Profile und Daten durch dafür extra programmierte sogenannte "Crawler"-Programme. Oder vielleicht auch mittels Ausnutzen bekannter Sicherheitslücken bei den verschiedenen Community-Webseiten.

Da entsteht also mit Spock.com eine kinderleicht zu bedienende, zentrale Menschen-Durchleuchtungs-Suchmaschine. Früher musste man "Hacker" sein, um an solch umfangreiche Daten aus solch verschiedenen Quellen zu kommen. Heute kann jeder nach der Suche bei Google schnell auch noch bei Spock.com vorbeischauen.

So, und nun noch viel Spaß mit Facebook, Xing, StudiVZ, SchülerVZ und sonstigen tollen Community-Websites und Foren oder mit den umfangreichen Infos zu eurer Person auf der Website eures Arbeitgebers oder auf eurer privaten Homepage!

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Dienstag, 24. Juli 2007

Das Internet als Bedrohung für die Parteiendemokratie

Screenshot: Debatte der US-Präsidentschaftskandidaten auf CNN mit Einbindung der Zuschauer via YouTube-VideosIch habe gerade eine interessante Sendung auf CNN verfolgt: CNN übertrug live eine weitere Debatte mit den zahlreichen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten. Neu war bei dieser CNN-Übertragung dieses Mal, dass jeder Bürger die Möglichkeit hatte per selbst produziertem und bei YouTube.com hochgeladenem Video seine Fragen an die Präsidentschaftskandidaten zu platzieren.

Wer von den Präsidentschaftskandidaten letztlich als der einzige Bewerber der Partei fürs Präsidentenamt übrig bleibt, wird zwar "innerhalb" der jeweiligen Partei per Wahl bestimmt, aber jeder US-Bürger kann dennoch mitmachen bei dieser "parteiinternen" Wahl. Man muss dazu nicht "Mitglied" einer Partei werden. Parteimitglieder gibt es nämlich so gar nicht in den USA. Man muss sich nur für die Wahl registrieren lassen und schon kann jeder mitbestimmen, welcher Präsidentschaftskandidat es "innerhalb" der jeweiligen Partei schaffen soll, letztendlich als Präsidentschaftskandidat übrig zu bleiben. Deshalb ist eine Debatte der Präsidentschaftskandidaten der Demokraten auch für die ganze Bevölkerung (theoretisch) interessant und nicht nur für strikte Anhänger der Partei der Demokraten.

Das heißt im Prinzip, dass die US-Bürger nicht nur die Wahl zwischen zwei Kandidaten haben wie hier in Deutschland (einer von der SPD, einer von der Union, der zudem jeweils nur von den Parteimitgliedern intern als Kandidat bestimmt wird), sondern zwischen enorm vielen möglichen Kandidaten.

Es gibt also in den USA keinen solchen "Filter" in Form einer Partei zwischen Kandidaten oder später Amtsträgern und den Bürgern. In Deutschland hingegen spielt es weniger eine Rolle, ob einzelne Bürger die Amtsträger gut oder schlecht finden, es hat auch weniger Sinn, sich als Bürger direkt an einen Politiker zu wenden, denn letztlich bestimmt die Partei des Politikers die Marschrichtung und auch, ob einzelne Amtsträger im Geschäft bleiben oder nicht. Der direkte Kontakt zwischen Politiker und Wähler ist in Deutschland deshalb nicht so wichtig wie der gute Draht des Politikers zu einflussreichen Parteimitgliedern.

Anders in den USA. So ist auch das Einbinden von Fragen von Bürgern per YouTube-Video kein Pseudo-Schnickschnack.

Der Anachronismus unserer Parteiendemokratie in Deutschland wird beim Blick über den großen Teich immer schmerzlicher deutlich. Dort nutzen die Politiker die Möglichkeiten des Internets voll aus - weil sie es müssen - weil sie mit den Wählern ein echtes Gespräch führen müssen. Hierzulande wissen Politiker noch nicht einmal, was ein Browser ist und das Internet erscheint ihnen zu großen Teilen vor allem als ein Hort der Kriminalität.

Natürlich läuft in der Politik in den USA vieles zur Zeit mächtig schief. Damit meine ich nicht nur tagespolitische Vorkommnisse oder gar selbst solche Dinge wie den Irak-Krieg, sondern ich meine das auch hinsichtlich des politischen Systems. Das politische System der USA befindet sich zur Zeit nämlich auf Bundesebene auch in einer derben Schieflage. Die Macht der Exekutive war schon immer äußerst ausgeprägt in den USA. Sie hat aber in den letzten Jahrzehnten immer mehr zugenommen. Auf Einzelheiten will ich jetzt nicht eingehen. Aber es gibt in den USA anders als in Deutschland die berechtigte Hoffnung, dass solche Entwicklungen durch das politische System auch wieder selbst korrigiert werden könnten. Weil letztlich die Bürger ohne Filterung durch ein Parteiensystem entscheiden, wen sie zum Präsidenten oder zum Senator oder zum Abgeordneten wählen. Wenn den Bürgern die Machtfülle der Exekutive zu stark wird, dann wird dies auch irgendwann zu Konsequenzen führen. Notfalls machen die Bürger Druck auf die Senatoren und Abgeordneten im Repräsentantenhaus auch zwischen den Präsidentschaftswahlen.

In Deutschland jedoch spielt der Bürger kaum eine Rolle. Er darf statt Personen eigentlich nur ein kaum näher zu definierendes Etwas namens "Partei" wählen. Auch die Wahl der nicht via Parteiliste feststehenden Abgeordneten hilft hier wenig, denn auch sie werden sich eher nach Innen, also zur Partei hin orientieren, innerhalb der Partei versuchen, Unterstützung zu finden, als sich nach außen hin zu orientieren und vor allem auf Wählerwünsche einzugehen. Nachdem der Wähler seine Stimme abgegeben hat, kann so dieses Etwas namens Partei anschließend fast beliebig handeln. Auch weil die Parteien nicht nur die Regierung stellen, sondern auch die Legislative. Der einzelne Abgeordnete zählt kaum. Die Politik ist so für den Bürger nicht greifbar. Der Bürger kann nicht durchgreifen. Verantwortliche sind kaum zu benennen, vor allem in Koalitionen nicht. Eine Partei und erst Recht eine Parteien-Koalition ist wie eine Wolke, wie ein Nebel. Wer bestimmt die Richtlinien? Wer ist letztlich verantwortlich? Es sind die informellen Netzwerke in den Parteien, die die Fäden ziehen. Dieser Einfluss muss sich keineswegs an irgendwelchen offiziellen Parteiposten festmachen. Die Schwarzgeldkonten innerhalb der Union zeig(t)en dies überdeutlich.

Bisher erschien die Parteiendemokratie noch als einigermaßen erträglich. Aber mit dem Aufkommen des Internets und der Möglichkeit als einzelner Bürger unkompliziert sofort und direkt Gehör zu finden gegenüber einem Massenpublikum, erscheint die Parteiendemokratie als das, was sie eigentlich schon immer war: als ein Demokratie-Theater und nicht als wirkliche Volksvertretung. Denn jetzt wird offen sichtbar, dass das Fehlen von Kommunikation zwischen Politikern und Wählern in Deutschland nicht in technischen Schwierigkeiten und Hindernissen begründet lag. Vor Erfindung des Internets konnten Politiker und Bürger öffentlich nur indirekt über die Massenmedien miteinander "kommunizieren". Jetzt jedoch könnten deutsche Politiker in einem nie zuvor dagewesenem Ausmaß ganz direkt auf "ihre" Wähler zugehen. Sie tun es jedoch auch 14 Jahre nach Erfindung des nutzerfreundlichen "World Wide Web" nicht einmal ansatzweise so, wie dies technisch möglich wäre. Und es wird gerade im Vergleich zu den USA deutlich, dass diese Kommunikationsverweigerung deutscher Politiker kein technisches Problem ist, sondern eine Folge des politischen Systems in Deutschland ist, eine Folge der Parteiendemokratie ist. Die direkte Kommunikation mit dem Wähler ist in Deutschland nicht nötig, ja sie ist sogar hinderlich fürs eigene politische Fortkommen, weil sie zeitraubend ist, ohne dem Politiker als Ausgleich belastbare Legitimation bei seinem politischen Handeln zu verschaffen.

Die Parteiendemokratie gehört abgeschafft, weil ihre Akzeptanz durch die Offenlegung ihrer Defizite mittels der neuen Technologien enorm schwinden wird. Sie muss ersetzt werden durch eine direktere Form der Demokratie. Diese Forderung speist sich zu großen Teilen direkt aus den neuen Möglichkeiten des Internets. In dieser Forderung wird die eigentliche gesellschaftliche Sprengkraft des Internets sichtbar. Alles, was das Internet bisher verändert hat (Konsument wird zum Prosumer, Medien zu Partner ihrer Nutzer), war nur Vorgeplänkel.

Das Thema "Parteiendemokratie" beschäftigt mich immer mehr. Sie erscheint mir letztlich als der Grund vieler Probleme in Deutschland. Hier weitere Weblog-Einträge zum Thema:

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Mittwoch, 18. Juli 2007

Del.e.ted Del.icio.us

Screenshot von Lösch-BestätigungsmeldungWie angekündigt habe ich gerade nach einer längeren Wartezeit (damit mögliche Leser den Wechsel mitbekommen) meinen Del.icio.us-Account gelöscht.

Del.icio.us ist ein kostenloser Service der Firma Yahoo. Bei Del.icio.us kann man Webseiten als Bookmarks öffentlich speichern. Der Vorteil solcher so genannter "Social Bookmarks" ist, dass man selbst von überallher auf die eigenen Bookmarks online zugreifen kann. Außerdem bieten solche Social-Bookmarking-Dienste bessere Sortiermöglichkeiten an als die Bookmark-Funktionen im eigenen Web-Browser. Und schließlich entsteht durch das Teilen der eigenen Bookmarks ein interessantes Internet-Verzeichnis. Menschen kategorisieren hier das Internet und machen interessante Webseiten durch die Suchfunktion des Social-Bookmarking-Dienstes (theoretisch) zugänglicher als über Suchdienste wie Google und Co.

Neben meinem ehemaligen Flickr-Account habe ich nun also einen weiteren Service der Firma Yahoo endgültig aufgehört zu nutzen. Neue Social-Bookmarks habe ich bereits seit einem Monat nicht mehr bei Del.icio.us abgelegt. Meine Social-Bookmarks sind seitdem bei Simpy.com zu finden (siehe auch die Links zu meinem Simpy-Archiv und zu meinem Simpy-RSS-Feed rechts in der Navigationsleiste).

Simpy bietet gegenüber Del.icio.us sogar einen Vorteil: Man kann dort unter jedem gebookmarkten Link längere, eigene Anmerkungen hinterlassen als bei Del.icio.us. Ähnlich also wie bei Furl.net, einem weiteren Social-Bookmarking-Dienst, den ich auch einmal genutzt hatte (aber wegen seiner unzuverlässigen Suchfunktion verlassen hatte). Dank dieser längeren Anmerkungen kann man meine Bookmarks bei Simpy.com teilweise fast schon als eigenes, zweites Weblog ansehen. Simpy.com also quasi als eine Art "Link-Blog".

In letzter Zeit kam ich kaum dazu, meine gesammelten Links bei Simpy.com einzupflegen. Stattdessen schrieb ich hier im Weblog mehr Artikel. Wenn es bei Simpy.com ruhig ist, schreibe ich also vermutlich hier bei Schieflage häufiger Artikel. Wenn es hier etwas ruhiger ist, könnte es sein, dass ich wieder mehr am Sammeln von Links bei Simpy.com bin. Einen eigenen Weblog-Sklaven konnte ich wegen fehlendem Sklavenmarkt in der Stadt leider immer noch nicht anschaffen. Also wird es mal hier, mal bei Simpy.com auch in Zukunft Phasen nur sporadischer Aktivität geben. Außerdem steht Urlaub an. Die Sporadigkeit könnte also noch einmal ein Tick sporadischer werden in den nächsten Tagen. Wenn nicht bestimmte Politiker trotz (oder gerade wegen?) des Sommerwetters wieder Blödsinn ablassen, der mein Gemüt so sehr erhitzt, dass ich es mittels wütendem Weblog-Eintrag abkühlen muss. Bloggen als psychische Klimaanlage sozusagen.

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Sonntag, 17. Juni 2007

Wechsel von Del.icio.us zu Simpy.com

Ein Leben ohne Yahoo ist möglich. Auch wenn es zig Firmen gibt, die ähnlichen Mist bauen wie Yahoo und die Welt nicht wirklich besser wird, wenn man wegen des Yahoo-Mists auf die Dienstleistungen von Yahoo verzichtet und stattdessen andere Dienstleister nutzt, so kann es auch nicht schaden. Der Nutzen mag nicht groß sein, Yahoo den Rücken zuzukehren, die Kosten sind aber auch nicht groß.

Yahoo hat offenen Auges und ganz bewusst beispielsweise Nutzerdaten von chinesischen Dissidenten (Shi Tao, Wang Xiaoning) ohne Zwang an die chinesischen Behörden weitergegeben - mit dem Ergebnis, dass diese ehemaligen Yahoo-Kunden mit Hilfe der Daten von Yahoo anschließend in chinesischen Gefängnissen landeten, nur weil sie ihr Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hatten.

Vor einigen Tagen bin ich bereits von Flickr.com (gehört zu Yahoo) zu 23hq.com gewechselt. Für das Hosten von Bildern oder die Suche nach interessanten Fotos oder Fotografen bietet 23hq.com einen ähnlichen Service an wie Flickr.com. Warum also nicht wechseln?

Heute bin ich von Del.icio.us (gehört zu Yahoo) zu Simpy.com gewechselt. Für das Speichern seiner Bookmarks (Social Bookmarking) eignet sich Simpy meiner Meinung nach sehr gut als Alternative zu Del.icio.us.

Häufig verlinke ich Artikel nun bei Simpy.com, wenn ich nicht dazu komme, die Artikel hier im Weblog zu erwähnen. Außerdem dienen mir meine Bookmarks bei Simpy.com als eine Art Archiv. Wer sich für meine Bookmarks interessiert, kann sie also bei Simpy.com direkt anschauen oder sie als RSS-Feed abonnieren.

Der Import der alten, bei Deli.icio.us gesammelten Links ist samt der Notizen und Tags ohne Probleme möglich bei Simpy.com. Alle meine bisher bei Del.icio.us archivierten Bookmarks finden sich also jetzt bei Simpy.com. Ich werde mein Del.icio.us-Archiv aber noch einige Tage online belassen, bevor ich meinen Account dort aufgebe und mein dortiges Link-Archiv komplett lösche.

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Donnerstag, 14. Juni 2007

Alternative zu Flickr: 23hq.com

Ja, es gibt viele Gründe, Flickr zu nutzen. Die Benutzerfreundlichkeit, die Anzahl an Funktionen und vor allem die große Community mit unzähligen hervorragenden Fotografen.

Aber es gibt auch zahlreiche Gründe, Flickr nicht zu nutzen. Zuvorderst, dass Flickrs Mutterfirma Yahoo mehrmals ohne wirklich dazu gezwungen gewesen zu sein, den chinesischen Strafverfolgungsbehörden persönliche Daten von chinesischen Dissidenten, die Dienste von Yahoo genutzt hatten, übermittelt hatte und Yahoo so geholfen hat, Menschen hinter Gitter zu bringen, die nur ihr Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch genommen hatten. Anteilseigner von Yahoo hatten jüngst gefordert, dass Yahoo in Zukunft die Menschenrechte achten solle und schlugen dafür ein extra Komitee vor. Yahoo war dagegen. Wieder ein Grund mehr, einen Bogen um die Dienste von Yahoo zu machen.

Der letzte Ausschlag für viele - vor allem Deutsche - zumindest Flickr zu verlassen, dürften die neuen Filter von Flickr sein, die deutschen Besuchern von Flickr das volle Programm von Flickr verwehren. Ist man nicht als Nutzer angemeldet bei Flickr, bekommt man nur die nach extrem weichen Kriterien als "sicher" eingestuften Fotos der Flickr-Nutzer zu sehen. Wer also beispielsweise Akt-Fotos (künstlerischer Natur) bei Flickr gehostet hat, der muss auf deutsche Bewunderer seiner Fotos verzichten, sofern die Besucher nicht selbst einen Account bei Flickr/Yahoo haben - allerdings einen nicht-deutschen Flickr/Yahoo-Account.

Das Zensur-Vorgehen von Flickr bezüglich deutscher Flickr-Nutzer könnte mit der unklaren Rechtssituation in Deutschland in Bezug auf das Internet zusammenhängen. Internet-Forenbetreiber stehen in Deutschland zwangsläufig mit einem Bein im Kittchen. Deutsche Politiker halten den Schutz der Meinungsfreiheit im Internet nicht für wichtig und belassen es somit bei zweideutigen Gesetzen, die je nach Gericht anders ausgelegt werden: Mal ist ein Forenbetreiber nur dann verantwortlich für Inhalte im Forum, wenn er ausdrücklich Kenntnis davon hat, mal nicht. Ich kann gut verstehen, dass Flickr bei der Lokalisierung seines Dienstes in Deutschland kalte Füße bekommen hat und nach einer für sie sicheren Lösung gesucht hat.

Dass die freie Meinungsäußerung im Internet in Deutschland nur unzureichend geschützt ist, zeigt beispielsweise auch die aktuelle Bedrohung des kritischen, privat betriebenen Verbraucherschutzforums Call-In-TV durch die Endemol-Tochter "Callactive". Call-In-TV sammelt kritische Meinungen zu den diversen Call-In-Sendungen im deutschen Fernsehen. Dass diese Kritik den Sendungsmachern nicht gefällt, ist klar. Und in Deutschland können Firmen ganz einfach und bei - nach Maßstäben der Firmen - geringem Risiko jede Kritik von Privatleuten an ihren Produkten mundtot machen. Einfach, indem man Abmahnungen verfasst und mit Prozessen droht. Wegen der unklaren Rechtslage in Deutschland können Privatpersonen sich das Risiko eines Prozesses meist nicht leisten. Also löscht man die Kritik an den Firmen und zahlt brav die Abmahngebühren.

Dieses Abwürgen der Meinungsfreiheit im Internet ist vermutlich politisch gewollt. Die Politiker von SPD und Union hätten bei der Verabschiedung des Telemediengesetzes ohne großen Aufwand eine klare Regelung der Forenhaftung festlegen können. Man hat bewusst darauf verzichtet. Übrigens: Sollte mir jemand offenbaren, dass er bei den nächsten Wahlen Union oder SPD wählt, der muss sich darauf einstellen, dass ich ihm unvermittelt auf die Füße kotze. Ist nicht persönlich gemeint. Nur ein schwer kontrollierbarer Reflex meinerseits.

Wie auch immer. Die erneute Weigerung von Yahoo, ernsthafter, transparenter, nachvollziehbarer und intensiver bei ihren Geschäften die Menschenrechte zu achten und auch die seltsame Zwangsfilterung für deutsche Flickr-Besucher und schlussendlich die Hoffnung, dass es nun endlich irgendwo im Netz eine gleichwertige Alternative zu Flickr geben könnte, hat mich veranlasst, mir die Zeit zu nehmen und nach einer Alternative zu Flickr zu suchen. Ich habe mir also zahlreiche Bilder-Hoster angeschaut. Aber nur ein einziger Dienst, von den von mir begutachteten, kommt meiner Meinung nach dem nahe, was Flickr anbietet.

Wer nur einen Hoster für seine Fotos sucht, um seine Fotos dann auf einer anderen Internetseite, beispielsweise seinem Weblog, einzubinden, für den gibt es natürlich unzählige Bilder-Hoster. Aber Flickr ist ja weit mehr.

Für mich muss eine Flickr-Alternative mindestens folgende Funktionen aufweisen:

  • Eine ausgereifte Suchfunktion, um beim Anbieter gehostete Bilder anderer Nutzer zu finden.
  • Eine Bedienerführung, die es auf leichte Art erlaubt, auf Entdeckungsreise zu gehen, also tolle Fotos und talentierte Fotografen zu finden.
  • Die Anzeige der Fotos in verschiedenen Größen.
  • Das Sammeln interessanter Fotos anderer Fotografen in einer eigenen Favoriten-Sammlung (eine Art "Bookmark-Funktion" also für tolle Fotos).
  • Die Möglichkeit, Kommentare zu einzelnen Fotos zu hinterlassen.
  • Die Einbindung von "Creative-Commons-Lizenzen", also die Möglichkeit, die Nutzungsrechte an eigenen Fotos in Stufen freizugeben oder einzubehalten.
All diese Dinge werden außer bei Flickr meines Wissens nach nur noch von 23hq realisiert. Wer einen anderen Anbieter kennt, der ebenfalls diese genannten Kriterien erfüllt, kann darauf gerne in den Kommentaren hinweisen.

Neben dem erwähnten 23hq habe ich außerdem angeschaut und für mich nicht als ausreichend befunden, weil bei ihnen mindestens eines der oben aufgelisteten Kriterien fehlte: Ich hätte gerne einen deutschen Anbieter als Flickr-Alternative empfohlen, aber leider bieten die deutschen Anbieter keine Möglichkeit, die Nutzungsrechte der Bilder variabel zu vergeben. Alle deutschen Anbieter - so verstehe ich zumindest die AGBs - verlangen zudem von den Nutzern die völlige Überlassung der Nutzungsrechte an ihren Bildern. Für mich eine nicht akzeptable Bedingung. Und ich vermute, dass diese unklare Regelung in Bezug auf das Copyright viele gute Fotografen davon abhält, deutsche Bilder-Hoster zu nutzen. Schaue ich mir die bei den deutschen Anbietern gehosteten Bilder an, fühle ich mich in dieser Annahme bestätigt.

Ich teste nun 23hq.com ausführlicher. Der erste Eindruck: Manche Dinge erscheinen mir sogar besser gelöst als bei Flickr. Nur die Community ist offensichtlich bei 23hq noch nicht so groß wie bei Flickr. Man kann 23hq auch kostenlos nutzen. Einzige Einschränkung dabei: Man kann nur maximal 20 MB pro Monat hochladen (ausgenommen die ersten zwei Wochen, in denen man mehr Fotos hochladen kann).

Ich werde eventuell später noch mehr zu 23hq.com schreiben und eventuelle Unterschiede zu Flickr detaillierter darstellen.

P.S.: Auch Del.icio.us gehört zu Yahoo. Demnächst werde ich mir auch noch einmal Alternativen zu Del.icio.us ansehen.

Nachtrag: Nach langer Wartezeit hat sich eine Mitarbeiterin von Flickr in den Foren von Flickr geäußert und erklärt, dass das seltsame Filtersystem von Flickr darin begründet sei, dass die ungeschützte Verbreitung von Pornographie in Deutschland strafbar ist. Das ist so. Auch die fahrlässige Verbreitung von Pornographie außerhalb einer geschlossenen Nutzergruppe, die durch ein real funktionierendes Altersverifikationssystem geschützt ist, ist in Deutschland strafbar. Anwendbar ist diese Vorschrift auf das Internet jedoch kaum. Aber das kümmert den deutschen Gesetzgeber natürlich nicht. Die Realität hat sich nach den Gesetzen zu richten und nicht umgekehrt. Ich habe keine Ahnung, ob Flickr eine Möglichkeit hat, einen Bilder-Hosting-Dienst auch von Deutschland aus anzubieten, ohne nicht ein juristisches Risiko einzugehen. Auch das jetzt bei Flickr implementierte Filtersystem würde vor einem deutschen Gericht - vermute ich - nicht als adäquate Zugangsbeschränkung angesehen werden. Beim jetzigen System müssen die einzelnen Flickr-Nutzer ja ihre Fotos selbst in eine von drei Kategorien einordnen (sicher, moderat, unsicher). So kommt es, dass eher prüde US-Nutzer viele ihrer Fotos als "unsicher" einstufen, obwohl sie nach deutschen Gesichtspunkten niemals als pornographisch eingestuft würden. So kommt es, dass Deutsche bei Flickr trotz eigentlich eines meist liberaleren Umgangs mit Sexualität innerhalb der Gesellschaft bei Flickr einer strikteren Regulierung unterliegen als andere Nutzer. Wer es als deutscher Teenie aber drauf anlegt, braucht sich nur einen neuen Yahoo-Account zuzulegen, als Wohnort USA oder Kanada angeben und kommt so ohne Aufwand dennoch in den "Genuss" aller Flickr-Fotos. Fazit: Das deutsche Gesetz - vor allem im Bereich des Jungendschutzes - führt auch hier wieder zu verrückten Verrenkungen, die Leuten, die sich mit dem Technik-Krams nicht auskennen, suggerieren, es gäbe einen Schutz. Die gleiche Schose also wie bei der Diskussion rund um ein Verbot von Killerspielen.

Es wird Zeit, dass diese mental vergreiste Politiker-Kaste, die derzeit in Deutschland das Sagen hat, abtritt. Da aber die deutsche Gesellschaft insgesamt mental immer mehr vergreist (vor allem, was ihr Spiegelbild in den Medien betrifft - Wo ist die junge, aufregende Kunst in den Medien? Wo spiegelt sich die gewachsene Internationalität und Vielschichtigkeit der deutschen Gesellschaft in den Medien wieder? Was für ein Publikum sitzt stattdessen in den TV-Shows von ARD und ZDF? Wieviele Falten finden sich in den Gesichtern der Chefredakteure? Na?...), wird das nicht passieren.

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Mittwoch, 20. Dezember 2006

Alternative zu Furl: ScrapBook

Furl, der Online-Bookmarking-Dienst, funktioniert weiterhin nicht richtig. Neben der schlechten Erreichbarkeit in den letzten Tagen funktioniert vor allem weiterhin die Suchfunktion innerhalb von Furl nicht korrekt. So listet Furl bei einer Suche in großen Furl-Archiven längst nicht alle gefurlten Webseiten auf, die den Suchbegriff behinhalten. Das ist nun schon seit einigen Wochen so. Ich denke, dass die Suchfunktion von Furl dauerhaft funktionsuntüchtig bleibt. Damit ist Furl natürlich mehr oder weniger unbrauchbar geworden. Denn wenn man seine Online-Bookmarks nicht durchsuchen kann, nutzt das ganze Kategorisieren und Taggen gar nichts.

Was tun? Zunächst nutzte ich Furl weiter mit dem Hintergedanken, ab und zu die gefurlten Webseiten zu exportieren, um sie so auf andere Weise mit anderen Programmen direkt auf dem eigenen Computer zu durchsuchen. Auf Dauer ist das zu aufwändig.

Die Lösung könnte ScrapBook sein. ScrapBook ist eine kostenlose Firefox-Extension, also ein kleines Stück Software, was sich nahtlos in den Firefox-Browser einfügt. Mit ScrapBook kann man mit ein, zwei Mausklicks die Seite, die im Browser gerade angezeigt wird, mit URL und Inhalt auf der eigenen Festplatte archivieren und mit Hilfe von ScrapBook auch in Kategorien ordnen und mit den umfangreichen Suchfunktionen von ScrapBook auch wieder finden. Es sieht zumindest für mich so aus. Auch ein Backup und der Import/Export von ScrapBook-Archiven zum Sichern oder Übertragen auf andere Computer scheint relativ problemlos zu sein. Außerdem - sehr wichtig - scheint ScrapBook aktiv weiter entwickelt und gepflegt zu werden.

Ich habe mir natürlich auch Spurl.net als mögliche Alternative zu Furl angesehen. Spurl scheint weiterhin der einzige Online-Bookmarking-Dienst zu sein, der ebenfalls wie Furl eine Kopie der gebookmarkten Webseite anlegt. Diese Funktion ist mir sehr wichtig. Doch Spurl ist anscheinend teilweise noch langsamer als Furl, bietet weniger Möglichkeiten die Einträge zu organisieren und vor allem weniger Export-Funktionen als Furl. Die mit Spurl gesicherten und kopierten Webseiten können zum Beispiel anscheind gar nicht exportiert werden. Als meine Testseite zudem gar nicht von Spurl kopiert wurde, war klar, dass Spurl für mich keine Alternative ist.

Andere Social-Bookmarking-Dienste wie das berühmte Del.icio.us hätten gegenüber ScrapBook nur den Vorteil, dass die Bookmarks von überall her zugänglich wären. Doch auf diese Funktion kann ich zumindest noch am ehesten verzichten. Notfalls muss man halt sein ScrapBook-Archiv auf einem USB-Stick mit sich herumtragen. Wichtiger ist es mir, Zugang zu einer Kopie der gebookmarkten Seite zu haben.

Also werde ich ScrapBook für das persönliche Archivieren von Webseiten nutzen und Del.icio.us, um die gleichen Seiten zusätzlich online zugänglich zu machen und außerdem mit Tags versehen zu können. Das Del.icio.us-Archiv werde ich dann wohl hier in das Blog integrieren. Mal sehen. :-) (Update: Schon geschehen. Ab sofort tauchen die jeweils zehn neuesten Links/Bookmarks aus meinem Del.icio.us-Archiv rechts in der Navigationsleiste auf.)

Seltsam, dass es in den letzten Jahren niemand geschafft hat, einen Social-Bookmarking-Dienst auf die Beine zu stellen, der alle interessanten Funktionen der verschiedenen Dienste in sich vereint. Jedem der mir bekannten Dienste (also nicht nur den oben genannten) fehlen aus meiner Sicht wichtige Funktionen. Wahrscheinlich muss man mal wieder auf Google warten.

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Dienstag, 12. Dezember 2006

Furl hat ausgefurlt

Das war es dann wohl mit Furl.net. Zumindest für mich, befürchte ich. Die Suchfunktion innerhalb von Furl, dem Social Bookmarking Dienst, funktioniert nun schon seit einigen Wochen nicht mehr richtig. Zumindest in dem von mir angelegten und genutzten Furl-Archiv. Hat jemand ähnliche Beobachtungen mit Furl gemacht?

Es werden zwar irgendwelche Suchergebnisse angezeigt, wenn ich in meinem großen Furl-Archiv nach Begriffen suche, aber es werden längst nicht alle Furl-Einträge aus dem gewählten Archiv angezeigt, in denen der Suchbegriff entweder in der Überschrift zum Furl-Eintrag oder in der Beschreibung zum gefurlten Link oder in den Kategorien oder in den Stichwörtern oder in der gefurlten Webseite selbst vorkommt. Ich habe das nun ausführlich getestet. Furl findet einfach viele Einträge nicht mehr wieder. Sie sind zwar im Archiv abgelegt und vorhanden, aber sie sind per Suche nicht erreichbar.

Damit ist Furl nutzlos geworden.

Glücklicherweise bietet Furl eine umfangreiche Export-Funktion an. Ich werde also meine über 1600 Furl-Einträge exportieren und nach Möglichkeiten suchen, diese wieder auch per Suche zugänglich zu machen. Notfalls muss ich die gefurlten Webseiten, um auch sie durchsuchbar zu machen (und nicht nur die eigenen Furl-Notizen zu den Furl-Archiveinträgen) auf einen eigenen Server hochladen und sie dort entweder über die Suchfunktion einer auf dem Webserver installierten Weblog- oder Forumssoftware oder eben über das Google-API wieder für mich per Suche zugänglich machen.

Die Besonderheit von Furl ist ja, dass Furl von gebookmarkten Webseiten eine Kopie anlegt, auf die man zugreifen kann, wenn die originale Webseite schon wieder verschwunden ist. Manche hinterwäldlerischen Webauftritte haben ja noch nie etwas von permanenten Links, also permanent unter einem URI abrufbaren Inhalten, gehört. Ganz schlimm ist hier zum Beispiel der Webauftritt der Frankfurter Rundschau, bei der viele Webseiten immer nach zwei Wochen (glaube ich) wieder aus dem Internet verschwinden. Für solche Webseiten war Furl zum Beispiel sehr wertvoll, wenn man die Webseiten nicht selbst mühsam als Kopie auf die eigene Festplatte kopieren wollte.

Da das Hochladen der per Furl gespeicherten Webseiten jedoch eine Urheberrechtsverletzung ist, sofern ich die hochgeladenen HTML-Seiten für jeden zugänglich mache, muss ich den Bereich wohl per Passwort schützen. Keine Ahnung, ob man das Google-API auch für per Passwort (.htaccess) geschützte Webseiten verwenden kann, ohne dass Google die geschützten Seiten nach außen hin sichtbar werden lässt. Vermutlich werde ich also dann doch eher die Suchfunktion einer zu installierenden Weblog- oder Forumssoftware nutzen, um die über 1600 HTML-Seiten für mich wieder zugänglich zu machen.

Ich habe Furl vor einer Woche eine E-mail geschrieben und beschrieben, dass deren Suche in meinem Furl-Archiv nicht mehr richtig funktioniert. Ich habe bis heute keine Antwort erhalten. Ich kann vor der weiteren Nutzung von Furl also nur warnen. Ein Social Bookmarking Dienst, bei dem die Suchfunktion nicht mehr funktioniert, erscheint mir eben ziemlich sinnlos.

Update: Die einfachste Lösung, um zumindest die eigenen Kommentare, mit denen man eventuell seine Bookmarks bei Furl versehen hat, wieder durchsuchbar zu machen - so lange die Suchfunktion von Furl nicht richtig funktioniert - ist es, sein Archiv im Mozilla/Netscape-Bookmark-Format aus Furl zu exportieren. Die so entstandene einzelne Datei kann man dann in einem Browser lokal öffnen und sie mit der im Browser eingebauten Volltextsuchfunktion nach zumindest einem Stichwort oder Wortgruppe durchsuchen.

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